Freitag, 27. Januar 2012, 15:55
Manchmal ist es schon echt zum verzweifeln, wie hart einen Bugs in fremden Produkten treffen können.
Unser Hosting Control Panel unterstützt ja auch MySQL als Backend zur Speicherung der “eigenen” Daten. Der Zugriff auf MySQL erfolgt aus Performancegründen ausschließlich mittels Prepared Statements. Nun hat uns kürzlich ein LiveConfig-Kunde auf ein merkwürdiges Problem aufmerksam gemacht: regelmäßig erschien nach der Durchführung eines MySQL-Backups (via mysqldump) in LiveConfig die Fehlermeldung “Prepared statement needs to be re-prepared”.
Die Suche hiernach führte zum MySQL-Bug #41119. Als Workaround haben wir daher nun eine explizite Fehlerbehandlung nach mysql_stmt_execute() eingeführt, welche mit mysql_stmt_errno() die jeweilige Fehlernummer ausliest und in unserem Fall (Fehlercode 1615) das betroffene Statement explizit neu erzeugt.
Nur leider funktionierte dieser Workaround nicht. Also überhaupt nicht.
Ein ausführliches Debugging und Tracing aller Datenbankzugriffe hat dann ergeben, dass unsere Fehlerbehandlung gar nicht aufgerufen wird. Zusätzliche Debug-Ausgaben bestätigten dann tatsächlich, dass mysql_stmt_errno() immer “0″ zurückliefert! WTF!?!?
Diesmal hat MySQL-Bug #53311 zugeschlagen. Beseitigt ist dieser Fehler seit knapp einem Jahr ab MySQL Connector/C 6.0.3. Dummerweise ist diese Version aber nach wie vor nicht freigegeben (”aktuell” verfügbar ist nur Version 6.0.2).
Letztendlich haben wir hier nun den über 650 MB großen bazaar-Branch von libmysql ausgeckeckt, und müssen uns nun zwangsweise die 6.0.3-Release selbst erzeugen…
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Mittwoch, 18. Januar 2012, 13:50
Vorhin habe ich einen 15-seitigen Vertrag unterschrieben und an eine Kollegin weitergegeben, um diesen zur Gegenzeichnung an Google zu senden. Ein anderer Kollege wurde gleich hellhörig und fragte, ob das der Übernahmevertrag von Google ist.
Leider (noch) nicht - es handelt sich “nur” um einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung für Google Analytics…
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Donnerstag, 15. Dezember 2011, 19:08
Für uns “Tekkies” ist das kein Thema, aber viele “normale”
Benutzer verwechseln gerne mal HTTP und HTTPS bei der Eingabe einer URL. Zum Glück kann OpenSSL erkennen, ob statt eines erwarteten SSL-Handshakes etwas eintrifft was eher nach einem “HTTP GET” ausschaut. Ist das der Fall, gibt OpenSSL die Fehlermeldung SSL_R_HTTP_REQUEST zurück.
So fängt LiveConfig in der nächsten Version (1.3) auch solche falschen Zugriffe ab und bietet dem Benutzer die “richtige” URL an. Ein kleines, aber praktisches Feature.

Eventuell werden wir bei Gelegenheit auch einen Test einbauen, ob bei HTTP-Verbindungen ein SSL-Handshake eintrifft, um dann ebenfalls eine entsprechende Fehlermeldung zu erzeugen.
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Donnerstag, 15. Dezember 2011, 18:28
Ich weiß das man sich da auf ganz dünnem Eis bewegt, aber ich kann es mir einfach nicht verbeißen: aufgrund der Forderung nach einer gesetzlichen Frauenquote bin ich dafür, auch in naturwissenschaftlichen Studiengängen eine Frauenquote einzuführen (wahlweise durch Zwangsstudium für Frauen, oder durch entsprechende Limitierung der Studienplätze für männliche Studenten).
Gleichzeitig sollte in überwiegend weiblich besetzten Berufen eine Männerquote gesetzlich vorgeschrieben werden. Grundschulen mit weniger als 30% männlicher Lehrer gehören umgehend durch allseits beliebte Finanzstrafen sanktioniert.
Und nicht zuletzt sollte endlich gesetzlich geregelt werden, dass es an Weihnachten immer zu schneien hat!
Gut, dass es offenbar derzeit keine anderen Probleme gibt.
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Dienstag, 13. Dezember 2011, 12:05
Ökostrom ist derzeit ja vor allem im Wettbewerb unter Rechenzentren total “in”. Ich finde das auch gut, wenn vor allem Großabnehmer auf “saubere” Energie achten.
Und per Zufall bin ich eben über die Beschreibung eines mit Kartoffeln betriebenen Webservers gestoßen. Wäre doch auch mal eine Idee.
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Freitag, 7. Oktober 2011, 10:27
Eigentlich jedes Unix/Linux-System hat sie: die Zeitzonen-Datenbank (auch bekannt als “tz” oder “tz-data”). Es handelt sich hierbei um die Quelle für weltweite Zeitzonen-Informationen - keine andere Datenbank (angeblich auch die von Microsoft gepflegte Zeitzonen-Datenbank für Windows) erreicht deren Umfang und Präzision.
Gepflegt wurde tz-data bisher von Arthur Olson und Paul Eggert - und zwar völlig unentgeltlich. Gestern wurde die Site geschlossen.
Hintergrund ist die Klage eines Verlags, der ein Buch über Zeitzonen in Amerika (bis 1991) und ein dazugehöriges Computerprogramm herausgebracht hat. Die in dem Buch veröffentlichten Informationen sind zumindest teilweise auch in tz-data enthalten, und das mißfällt diesem Verlag. Ob die Informationen über Zeitzonen tatsächlich urheberrechtlich geschützt werden können ist recht umstritten - einerseits können keine Rechte auf Fakten beansprucht werden (und darum handelt es sich bei Zeitzonen), andererseits können Inhalte von Datenbanken unter bestimmten Voraussetzungen durchaus geschützt werden.
Jedenfalls hat sich der Verlag mit dieser Klage selbst ins Knie geschossen: in tz-data wird deren Buch als Informationsquelle empfohlen - was sich künftig ändern dürfte.
Die Folgen sind derzeit noch nicht absehbar. Bestenfalls wird die Klage abgewiesen oder abgeschmettert, und die Pflege der Datenbank fortgesetzt. Schlimmstenfalls findet nun eine “Fragmentierung” der Zeitzonen-Datenbanken statt; schließlich muss jeder Unix-/Linux-Hersteller nun selber die Zeitzonen-Änderungen einpflegen. Eine neue Mailingliste hierfür wurde bereits eingerichtet.
Außerdem gibt es Bestrebungen, die Verwaltung der tz-Daten in die Hand der IANA zu übergeben. Interessanterweise stammt der IETF-Draft vom 19.05.2011, nachdem Astrolabe wohl schon am 12.05.2011 die Schließung der tz-Website verlangt hat (siehe Klageschrift).
Ich hoffe mal, dass da schnell eine Lösung gefunden wird. Vor allem gehe ich davon aus, dass die “Großen” (RedHat, SuSE (Novell), Oracle, …), welche tz-data in ihren Distributionen nutzen, für die notwendige Unterstützung sorgen.
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Dienstag, 4. Oktober 2011, 19:48
… hättet ihr euer neues iPhone nun “iPhone 5″ statt “iPhone 4S” genannt, wären nicht so viele Leute so enttäuscht gewesen.
Die Technik ist beeindruckend (insbes. die KI bei der Spracherkennung), und die Hardware atemberaubend. Trotzdem brauche ich nach wie vor kein iPhone.
Es ist unglaublich beruhigend, unterwegs mal keine E-Mails lesen zu können.
[NACHTRAG] Was mich wirklich schockiert ist die Tatsache, dass Apple die Idee eines Tablet-PC mit Sprachsteuerung bereits 1987 fast exakt vorausdatiert hat - auf den 16. September 2011.
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Mittwoch, 28. September 2011, 09:36
Der Versandaufkleber einer Serverlieferung, die vorhin eingetroffen ist:

Angekommen sind die Pakete aber mit einem “normalen” Lieferwagen.
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