Monatsarchiv für Juni 2006

Mail- oder Spamserver?

Donnerstag, den 29. Juni 2006

Eben habe ich mit Stefan telefoniert; einer seiner Kunden hat den Eindruck im Moment wieder recht viel Spam zu erhalten. Nachdem unser SpamAssassin kürzlich wieder etwas getuned wurde, habe ich mir die Zeit genommen mit einem kleinen Perl-Script und Excel ein paar Statistiken über die Spam-Bewertung zu erstellen.

Ausgewertet wurden die Punktzahlen (Spam-Score), welche SpamAssassin jeder von einer nicht authentifizierten Stelle erhaltenen E-Mail vergibt (also allen Mails außer denen, welche unsere Kunden per SMTP-AUTH einliefern). Die Zahl ist recht ernüchternd (wenn auch nicht neu - ich habe nur vorher meine Statistiken noch nie so visualisiert). Zu beachten ist auch, dass noch ein erheblicher Anteil von Mails bereits vor der Spam-Prüfung abgewiesen wird (noch während die SMTP-Verbindung offen ist), z.B. bei geblacklisteten Mailservern, enthaltenen Viren, etc..

Spam-Score-Verteilung

Ich denke also, der Name Spamserver ist deutlich angemessener als Mailserver. ;-)

Die Tests mit Greylisting laufen übrigens schon; aufgrund des beachtlichen Mailtraffics erfordert das aber noch ein bisschen Datenbank-Tuning, um das schön flott für alle Postfächer einsetzen zu können.

Urlaub

Donnerstag, den 29. Juni 2006

So - da bin ich wieder. Ich war ein kleines bisserl im Urlaub, und zwar im schönen Norden Italiens. Trotz perfekter technischer Ausstattung habe ich es aber vorgezogen zu schwimmen, zu wandern und zu klettern statt Blog-Einträge zu verfassen und am Software-Projekt weiterzugrübeln. :-)

Lago Maggiore

PID-Datei erzeugen

Donnerstag, den 22. Juni 2006

Wir entwickeln hier ja gerade eine phänomental geniale Software (die, für die ich auch OpenSolaris brauche). Die Programmierung erfolgt in zuckerfeinem C/C++, und zwar gleich von Anfang an mit einem Blick auf Sicherheit.

So begab es sich nun, dass ich an diesem (hier übrigens regenfreiem) Morgen begonnen habe, die Klasse zur Erzeugung einer PID-Datei fertigzustellen. Die PID-Datei ist eine kleine Datei, die bei Programmstart erzeugt wird und lediglich die Prozess-ID enthält, damit man dem Programm später mal “von außerhalb” Signale schicken kann, z.B. um es zu beenden.

Nun ist das nicht ganz trivilal, wenn man das sicher machen will. Um genau zu sein: der Prototyp aus 20 Zeilen ist nun etwas über 140 Zeilen lang (inklusive Kommentaren usw.). :-)

They call it Pollution. We call it Life.

Dienstag, den 20. Juni 2006

Im Hintergrund lief bei mir kürzlich CNN Europe, um genauer zu sein: “Daily News” von der ComedyCentral :-) Diesmal wurden u.a. die Werbespots des “Competetive Enterprise Institute” gezeigt. Das Schöne daran war: diese Spots musste man nicht mal durch den Kakao ziehen - die sprechen schon alleine für sich. Wer auch mal den Kopf über die CO2-Propaganda schütteln möchte: http://streams.cei.org/ :D

Jetzt! Nein, doch nicht! Aber jetzt!

Sonntag, den 18. Juni 2006

Im Auftrag für einen Domainumzug stand unter “Bemerkungen”, dass der Umzug der Domains erst nach Rücksprache mit dem Kunden starten soll. Das sah dann so aus:

  • 15.06.2006 19:48: “Du kannst den KK-Antrag […] sofort anstoßen […]”
  • 15.06.2006 23:46: “Also falls Du noch nichts gemacht hast, warte bitte noch bis Sonntag oder Montag […]”
  • (zwischendurch wurde telefonisch vereinbart, die KKs am Montag zu starten)
  • 18.06.2006 22:42: “[…] habe noch einen Fehler gefunden. Bitte den KK-Antrag nocht nicht anstoßen”
  • 18.06.2006 23:15: “Jetzt steht dem Umzug nichts mehr im Wege. Bitte morgen den KK auf den Weg bringen.”

Ich glaube, wir führen für Domainumzüge doch noch ein Zwei-Phasen-Commit-Protokoll sowie eine 12-stündige Gedenkpause ein. ;-)

groß/Kleinschreibung

Sonntag, den 18. Juni 2006

Ein Kunde (Stefan Freimark) zieht gerade die Website eines Unternehmens zu uns um. Der bisherige Provider (manche nennen ihn “2″ ;-) ) hatte offenbar das Apache-Modul mod_speling aktiviert, welches kleinere Tippfehler (Groß-/Kleinschreibung, Buchstabendreher etc.) in URLs verzeiht und korrigiert, ohne dass jemand was davon mitbekommt.
Das ist zwar ganz praktisch, allerdings führt das nicht wirklich zu einem gewissenhaften Umgang mit der exakten Schreibweise von Dateinamen. So stand Stefan eben vor dem Problem, hunderte Bilder umzubenennen oder hunderte Datenbankeinträge seines Kunden zu korrigieren.

Um ihm diese lästige Arbeit zu ersparen, habe ich eben auf dem betroffenen Server das o.g. Modul installiert. Eigentlich wollte ich ja, dass der Kunde dann in der .htaccess-Datei selber das Modul aktivieren/deaktivieren kann; da hierfür aber etwas zu großzügige Rechte auf dem Webserver nötig wären (”AllowOverride Options”) habe ich das lieber selber in einem kundenindividuellen Abschnitt der httpd.conf eingerichtet.
Das Ganze hat rund 15 Minuten gebraucht - vom ersten Anruf bis zum Abschluss & Test der Modul-Installation. Das ist Support. ;-) Und: diese Funktion kommt gleich auf die Feature-Wunschliste zur nächsten WebConfig-Version.

Schon abGEZockt?

Dienstag, den 13. Juni 2006

Heute war es mal wieder soweit: der alljährliche Brief von der GEZ kam, in welchem man nicht etwa gefragt wird ob man im Unternehmen Fernseher oder Radios nutzt, sondern bereits in der Überschrift rhetorisch einen Vorwurf erhält: “Welche Rundfunkgeräte halten Sie zum Empfang bereit, die angemeldet werden müssen?“. Bei Keppler-IT haben wir so viel zu tun, da bleibt gar keine Zeit zum Fernsehen ;-)

Außerdem ist dieses Schreiben an sich schon eine ziemliche Frechheit. In einem ziemlich vorwurfsvollen Ton wird beispielsweise auch erklärt, was alles gebührenpflichtig ist:

Zum Beispiel: Alle Fernsehgeräte, genutzt als Monitore, alle DVD-/Videorekorder, auch wenn Sie damit nur DVD-/Videobänder abspielen oder Analyseergebnisse aufzeichnen, alle PCs mit TV- oder Radiokarte.

Warum man Rundfunkgebühren für ein Gerät zu zahlen hat, welches nicht für den Empfang von Rundfunk genutzt wird (Beispiele hierfür gibt es genügend) wird nicht erwähnt. Ich vermute, weil selbst der GEZ keine Gründe einfallen würden…

HBCI-ready

Dienstag, den 13. Juni 2006

Demnächst wird in unser neues (eigenentwickeltes) Abrechnungssystem auch eine HBCI-Schnittstelle integriert, um den Kunden direkt online eine Übersicht über den Zahlungsstand von Rechnungen geben zu können.
Die ersten Kommunikationstests waren erfolgreich; nun muss das Ganze nur noch integriert werden. :-)