Monatsarchiv für Juli 2006

Hauptsache anders

Sonntag, den 30. Juli 2006

Warum heißt die C-Standardfunktion vsnprintf unter Windows (in der C-Runtime) _vsnprintf? Kann mir das mal jemand erklären?

Ich habe den Eindruck, dass da jemand an einigen Ecken einfach nur verhindern wollte, problemlos portablen Code zu schreiben… Aber durch so etwas lasse ich mich nicht aufhalten! ;-)

Tierische Action

Samstag, den 29. Juli 2006

Die Woche war wirklich tierisch - und zwar wortwörtlich. Zuerst haben wir da den Igel, der sich zwischen den blauen Papiertonnen verirrt hat und eingeschüchtert in der Ecke auf bessere Zeiten wartete. Dank ordentlicher Handschuhe hat die Rettung in die nächstgelegene Hecke nicht lange gedauert:

Igel

Igel in Freiheit

Und dann ist da noch die Katze, die mich derzeit zu Hause in Action hält… sie ist nun sieben Wochen alt und schläft am liebsten in einer Metallschüssel :-)

Katze

Ich finde analoge Tiere schöner als digitale.

Ich liebe Backups. Die Kunden auch.

Donnerstag, den 27. Juli 2006

Eben kam wieder eine Mail eines Kunden, eine Tabelle aus seiner Datenbank mit dem Stand vom 24.07. wiederherzustellen; am besten in eine neue Tabelle.

Dank unseres automatisierten Voll-Backups ist das natürlich kein Problem :-)
Per SSH auf den Backupserver, gewünschte Tabelle herausgesucht, auf den entsprechenden Datenbankserver kopiert, dort (wie gewünscht) unter einem neuen Tabellennamen importiert, und schon wieder einen Kunden (hoffentlich) glücklich gemacht.

So lange so etwas nicht zu häufig bei einzelnen Kunden passiert, ist die Wiederherstellung aus Backup-Daten übrigens kostenlos. Das ist Service. :-)

Die nächste Providerpleite…

Donnerstag, den 27. Juli 2006

Ein “berüchtigter” Provider in Form eine englischen Limited meldet morgen Insolvenz an (siehe Heise Newsticker). Die Preise, mit denen die Kunden geworben wurden waren wirklich extrem günstig. Aber wie man mal wieder erkennen kann, bringen die kleinsten Preise nichts, wenn diese nicht reichen um den Geschäftsbetrieb zu finanzieren. In diesem Fall hat es rund neun Wochen gereicht…

Nur gut, dass der neue Provider für die bestehenden Webhosting-Verträge (eine “Abteilung” eines Gastronomie-Promoters) keine Steuernummer im Impressum hat und sich nicht mal eigene Servicenummern leisten mag/kann (10-stellige 0900-Nummern sind i.d.R. kostenlos zu beziehen). “You get what you pay for”…

Ist schamlose Schleichwerbung an dieser Stelle erlaubt? Wir bieten telefonischen Support über die normale Festnetznummer und alternativ über eine leicht zu merkende 0180-Nummer. Und: Keppler-IT gibt’s schon “etwas” mehr als neun Wochen…

Google-Bug

Donnerstag, den 27. Juli 2006

Hihi… ich habe doch tatsächlich einen Bug in der allseits beliebten Suchmaschine Google gefunden. :-)

Normalerweise indiziert Google die besuchten Webseiten nicht nur, sondern erstellt (zumindest von der reinen HTML-Seite) auch eine Kopie in dessen Cache. Auf den Ergebnisseiten erkennt man das an dem “Im Cache”-Link, mit dem man nicht die tatsächliche, sondern die von Google gecachte Seite öffnen kann:

Googlebug
Nun gibt es Webmaster die zwar eine Indizierung, aber kein Caching ihrer Seiten wünschen. Besonders trickreich ist das bei Sites, welche den Webcrawlern zwar alle Inhalte präsentieren (und somit indizieren lassen), von “normalen” Benutzern allerdings eine (oft gebührenpflichtige) Anmeldung erfordern. Damit Google von den erfassten Inhalten dann keine gecachte Version anbietet, wird das Meta-Tag “Robots” auf “nocache” gesetzt.

Ein spontanes Beispiel ist das Forum “Webmaster World”. Gibt man z.B. den Suchbegriff “site:webmasterworld.com noodp” ein, erhält man u.a. folgenden Treffer:

Googlebug
Der Vorschau-Text enthält Fragmente der “richtigen” Webseite, ein Klick auf den Link führt allerdings zur Anmelde-Aufforderung.

Aber: klickt man einfach auf “Diese Seite übersetzen”, erhält man eine relativ gute Übersetzung der Original-Website. Bingo. :-)

Streng genommen handelt es sich hierbei aber nicht wirklich um einen Fehler in Google, da die Übersetzung aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf einer gecachten Kopie, sondern der Original-Seite basiert. Viel mehr wird Google quasi als Proxy verwendet, um auf die ansonsten nicht-öffentlichen Inhalte zugreifen zu können. Vielleicht würde es bei manchen Sites sogar schon reichen, diese mit Opera anzusurfen und die Browser-Kennung auf die eines typischen Google-Bots zu setzen…

Sommer im Rechenzentrum

Freitag, den 21. Juli 2006

Wie wirkt sich die aktuelle Hitze eigentlich auf die Server im Rechenzentrum aus?

Um diese Frage zu beantworten reicht ein kleiner Blick auf die Werte der Temperatursensoren. In jedem Rack haben wir einen Sensor im hinteren Teil des Schrankes hängen; wir messen damit also die Abluft des Racks. Die Temperatur des Raumes zu messen brächte in unserem Fall überhaupt nichts; zum einen messen die Klimaanlagen des Betreibers die Raumtemperatur (um die Leistung zu regulieren), zum anderen wollen wir feststellen ob in einem bestimmten Rack Hitzeprobleme auftauchen (und nicht davor…).

Die Sensoren basieren auf den genial einfachen DS18(S)20 von Dallas (bei Reichelt für knapp über 5 Euro zu haben). Die Steuerung erfolgt über das 1-Wire-Protocol, der Anschluss mit nur zwei Adern ist daher ziemlich einfach. Für die Ansteuerung über den seriellen Port benötigt man auch nur eine Hand voll Widerstände und Kondensatoren; wir haben diese sehr kompakt auf zurechtgesägte Lochplatinen gelötet und diese direkt im Gehäuse des RS232-Steckers untergebracht (ja, das erfordert ein wenig Geduld :-) , andere Leute versenken die Schaltung einfach in einer Fisherman’s Friends Dose oder löten die direkt auf den RS232-Stecker (habe ich anfangs auch versucht, musste aber aufgeben…). Der Sensor ist bereits vorkalibriert, und mit einfachster Software wie z.B. DigiTemp unter Linux auslesbar.

Das Ganze haben wir schon seit einigen Jahren im Einsatz; inzwischen gibt’s auch fertige Lösungen relativ günstig zu kaufen, wie beispielsweise das ALL3000 oder ALL4000 von ALLNET.

Die Sensorwerte stellen wir über ein kleines Script per SNMP zur Verfügung und lassen diese von MRTG und Nagios auslesen. Nagios alarmiert uns per Mail & SMS wenn ein bestimmter Grenzwert überschritten wird (hier: 40°), während MRTG aus den Werten hübsche Graphen zeichnet. Wer die Werte von Rack #1 beispielsweise mehr oder weniger live sehen will, kann das auf unserer Technik-Seite.

Der tägliche Graph von MRTG zeigt einen leichten Anstieg der Temperaturen:

Temperatur Tagesdurchschnitt
Im Jahresdurchscnitt sieht die Lage aber anders aus:

Temperatur Jahresdurchschnitt
Zur Interpretation: das die Temperatur tagsüber um ca. 1-2 Grad zulegt hängt mit zwei Faktoren zusammen. Zum einen muss die Klimaanlage bei den heißen Tagestemperaturen natürlich deutlich mehr leisten als nachts. Zum anderen finden tagsüber auch mehr Zugriffe auf die Server statt, was deren Betriebstemperatur ein klein wenig steigen lässt (das ist im Einzelnen zwar marginal, bei einem Rack macht sich das aber durchaus bemerkbar).
Dass wir es im Jahresmittel immer noch vergleichsweise kühl haben hat einfach nur damit zu tun, dass seit Ende November 2005 zusätzliche Racklüfter die Wärme aus den Schränken pumpen. :-) Man sieht also, dass die Klimaanlage sowohl im kalten Winter als auch im heißesten Sommer eine geradezu konstante Temperatur schafft (soll sie ja auch…). Nur dürfte der Stromverbrauch der Klimaanlage im Winter brutal niedriger sein, da dort schließlich nur die Kaltluft von Außen umgepumpt wird.

Coole Bürozeiten

Mittwoch, den 19. Juli 2006

Bei einem Mitbewerber (naja… eigentlich hat er diesen Namen noch nicht einmal verdient) habe ich eben das hier unter “Kontakt” gefunden:

Bürozeiten:
Mo. bis Fr.: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Samstag: 16:00 Uhr - 18:00 Uhr

Von solchen Bürozeiten träume ich auch ;-)
Wohl eher ein Fall für Kinderzimmerprovider.

Die Nummer ist da

Mittwoch, den 19. Juli 2006

Der Zuteilungsbescheid der BNetzA für die neue Servicenummer ist da. Nun noch schnell beim Carrier schalten lassen und losprogrammieren… :-)