Hosen runtergelassen

Ein Anrufer bat um Rückruf durch die Buchhaltung, es ginge um eine Rechnung.

Nun, statt Fragen zur Rechnung begann er sinngemäß mit “Sorry, ich habe gar keine Fragen zu der Rechnung… Ich muss da eher die Hosen herunterlassen - die Rechnung ist erst heute in unsere Buchhaltung gekommen und wird dort wohl noch mindestens zwei Wochen verbringen” :-)

Es ging dabei um ein Hostingpaket eines Großkonzern-Unternehmens - da haben Rechnungen nunmal längere Wege. Ich bin das ja gewohnt - im Gegenteil, eine wirklich miese Zahlungsmoral haben meiner Erfahrung nach die öffentlichen Einrichtungen. Die Rechnung war auch “erst” vom 01.09., mit der Mahnung hätten wir in dem Fall schon noch etwas gewartet (war ja auch nicht die erste Rechnung an die). Aber fand ich den Anruf sehr sympatisch. :-)

Eine Bemerkung zu “Hosen runtergelassen”

  1. jirjen?!

    Tja, das mit den öffentlichen Einrichtungen hat oft -sicher nicht immer- mehrere Gründe:
    Es gibt oft keine einzige “Buchhaltung”, sondern meist ist derjenige, der etwas beauftragt, auch selbst für die Abrechnung zuständig. Das gibt oft auch Sinn, da er ja weiß (wissen sollte), was er geordert hat. Da er aber nicht ausschließlich Rechnungen macht, reiht sich das in den normalen Tageseingang ein.
    Versperrt also ein größerer Brocken die Sicht, bleibt die evtl. schnell abzuhakende Rechnung halt auch liegen.
    Dann ists ja oft so, dass man das Geld nicht selbst auszahlen kann, sondern -um Mißbrauch zu vermeiden- nur eine sogenannte Auszahlungsanordnung an die Kasse “rausgibt”.
    Bei uns in Nürnberg werden dann diese Anordnungen alle zwei Wochen an die für ganz Bayern zuständige Kasse übermittelt.

Einen Kommentar schreiben