abGEZocke

Bisher kam ich noch nicht dazu, darüber zu schreiben: die Neuregelung der GEZ-Gebühren, nach welcher nun auch “Internet-fähige Endgeräte” gebührenpflichtig sind.

Zum einen habe ich die ARD beziehungsweise deren Radio- und Fernsehsender nie gebeten, nein - nichtmal ihnen erlaubt, das Internet zur Verbreitung ihrer Programme zu nutzen. Aber gut - lassen wir das mal dahingestellt (den MutantenMusikantenstadl bezahle ich schließlich auch indirekt, obwohl ich den nichtmal betrunken anschauen möchte).

Im Gegensatz zu einem Fernseher schreibt der Gesetzgeber allerdings vor, dass ein Unternehmer einen “Internet-PC” besitzt, um beispielsweise die Umsatzsteuererklärung online einzureichen (was bekanntlich ohne digitale Signatur erlaubt ist, während jede per E-Mail versendete PDF-Rechnung vom Steuerprüfer aberkannt werden kann :wand: ).

Lächerlich ist da die Ausrede der Ministerpräsidenten am Rande des Treffens in Bad Pyrmont, dass diese Änderung ja ohnehin “kaum jemanden betreffen würde”. Wenn das so ist, hätte man sich diese Entscheidung doch genauso auch sparen können, oder? Wo ist nur die Kritik der Wirtschafts- und Branchenverbände, Handelskammern, Minister- und auch einiger anderer Ministerpräsidenten aufgeschlagen, dass die Entscheidung für die Gebühr letztlich einstimmig erfolgte?

Unter diesen Umständen habe ich vollstes Verständnis für eine Neuinterpretation des Kindergeldes. :-)

So kommt nun ein weiterer Kostenfaktor auf uns zu - mit den rund 60 Euro pro Jahr zwar nicht wirklich dramatisch, aber dennoch völlig überflüssig. Ich habe weder ein Radio im Büro, noch hätte ich Zeit zum Fernsehschauen am Rechner (meines Wissen streamen ARD/ZDF ja ohnehin keine Programme über’s Internet, oder?). Über Urheberrechtsabgaben für CD-Brenner oder IHK-Pflichtabgaben kann man ja noch streiten, aber das ist doch völlig ohne Gegenwert!!!

Hmpfgrrr… :grr:

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