Monatsarchiv für November 2006

Unendliches AbGEZocke

Mittwoch, den 15. November 2006

Aus aktuellem Anlass möchte ich auf einen Beitrag vom Hostblogger (Manuel Schmitt/manitu) hinweisen: Die unendliche Geschichte mit der GEZ. Offenbar versucht die GEZ doch tatsächlich, von Serverhousing-Kunden Rundfunkgebühren zu verlangen (klar, man stellt sich natürlich gerne mit Kopfhörern in ein dröhnendes Rechenzentrum, um dann mit aufwendig zu installierender Software irgendwie Internet-Radio zu hören…). :wand:

Ich frage mich ohnehin, warum die öffentlich-rechtlichen Sender (egal ob Fernsehen oder Radio) nicht eine technisch kinderleicht zu implementierende Zugangskontrolle (z.B. GEZ-Teilnehmernummer+PLZ) nutzen. Schließlich schafft es jede Pornowebsite, den Zugang nur ihrem zahlenden Publikum zu gewähren. ;-)

Klingt also schon fast nach Machtmißbrauch auf Basis des Rundfunkgebührenstaatsvertrags.

Informatiker-Bibel

Mittwoch, den 15. November 2006

Gestern brachte Amazon ein schwere Buchpaket mit nicht weniger schwerem Inhalt:
The Art Of Computer Programming

Donald E. Knuth - The Art Of Computer Programming. Bisher hatte ich in nur in der Uni-Bibliothek durch diese Bände blättern können (nicht ausleihbar), aber nun hab’ ich mir die mal selber gegönnt. Durch den aufwendigen Leinen-Hardcover-Einband mit Goldprägung am Buchrücken usw. hat Addison-Wesley diese Reihe wahrscheinlich absichtlich zu einem Luxusartikel gemacht. Ich finde es sehr schade, dass es keine günstigen Paperback-Varianten gibt, welche ich letztendlich auch beim Lesen “bequemer” finde.

Aber zum Inhalt: dieses Buch ist ein absolutes MUSS für jeden ernsthaften Softwareentwickler. Es geht darin weder um .NET oder EJBs, sondern um die absoluten Grundlagen der Programmierung. Die ersten drei Bände decken dabei die Bereiche der internen Datenstrukturen (Arrays, verknüfpte Listen, Bäume), Numerik & Arithmetik (Zufallszahlen, Gleitkommaarithmetik) sowie Suchalgorithmen ab. Etliche Bände stehen noch aus; vom vierten Band sind einige Kapitel bereits “vorab” als einzelne Bücher veröffentlich, Band Fünf erwarte ich persönlich am sehnlichsten (Lexikographische Analysen & Parser). Sprachtheorie (Band sechs) und Compiler (Band sieben) werden unter Umständen nie erscheinen - oder zumindest nicht von Knuth verfasst werden können.
Besonders faszinierend ist jedoch die Geschichte hinter dieser Buchreihe. Knuth hat es sich zum Lebensziel gesetzt, ein Buch über alle Grundlagen der Informatik zu verfassen. Begonnen hat er damit vor fast 40 Jahren, und in der Zeit hat sich auch wieder viel geändert, so dass Band 1+2 beispielsweise nun in der dritten Version vorliegen. Knuth ist nunmal “leider” ein Perfektionist, und das führt eben zu dieser extrem langen Publikationsdauer.

Eine Nebenwirkung des Perfektionismus ist übrigens folgende: Knuth belohnt jeden Erstentdecker eines beliebigen Fehlers (also auch Tippfehler!) mit einem Scheck über $2,56 (im Buch befinden sich Hinweise, wie man Fehler melden kann). Lustig ist nur, dass kaum jemand diese Schecks einlöst, sondern die meisten Leute diese eingerahmt über den Schreibtisch hängen. ;-)

Auf Wikipedia gibt es einen sehr interessanten und recht ausführlichen Artikel über The Art of Computer Programming.

Handy

Mittwoch, den 15. November 2006

Aufgrund einer Vertragsverlängerung hatte ich kürzlich wieder das Glück, günstig an ein neues Handy zu gelangen. Und das ist es:
Samsung SGH-D900

Das Samsung D900. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, ein eher kompaktes Gerät. :-D (12,9mm dick). Wenn ich mal ein paar Minuten Zeit finde, werde ich mal wieder versuchen dort einen SSH-Client zu installieren. Auf dem vorherigen Handy wollte das irgendwie nicht klappen. :-(

*Hüstel*

Mittwoch, den 15. November 2006

Die Probleme mit der Telefonanlage haben sich übrigens (fast) von alleine erledigt. Da die ISDN-Hardware überhaupt nicht mehr auf Signale reagiert hat, hatte ich beschlossen den Server mal zu zerlegen. Und so sieht ein “normaler” Büroserver dann eben aus, wenn er in keinem Rechenzentrum mit gefilterter Luft steht und seit über einem Jahr nicht mehr unter’m Tisch hervorgeholt wurde:
Server-Staub

Dank Staubsauger und Druckluft erfreut sich der Server nun wieder bester Gesundheit. Die ISDN-Hardware lief trotzdem nicht, obwohl die Treiber die Karte erkannten. Da ich einen Defekt der Karte für relativ unwahrscheinlich hielt, auf der anderen Seite aber ein uralter Kernel mit ziemlich alten Treibern im Einsatz war, begann ich mit einer Neuinstallation des kompletten Serversystems auf einer Ersatz-Festplatte, habe das dann aber nach einigen Stunden (gegen 03:00) vorerst abgebrochen und wieder ins “alte” Linux gebootet.
Merkwürdig war dann aber, dass zwei Tage später plötzlich wieder alles funktioniert hat - ohne irgendwelche Reboots o.ä. :grr:

Spam-Apokalypse

Donnerstag, den 9. November 2006

Viele E-Mail-Nutzer werden es schon gemerkt haben: im Moment ist die Spam-Welle extrem hoch. Und zwar so hoch, wie ich es selber bisher noch nie erlebt habe.

In der aktuellen Ausgabe der ix (S. 103) ist ein interessanter Artikel eines Mitarbeiters des E-Mail-Anbieters GMX, in welchem über die zunehmenden Spam-Wellen berichtet wird. Kurz gesagt: da Spam-Mails dank kollaborativer Spam-Netzwerke und Echtzeit-Blacklists wie beispielsweise Spamhaus, URIBL oder auch NiX-SPAM immer schneller erkannt und gefiltert wird, versuchen die Absender wiederum in immer kürzeren Intervallen möglichst viele Mails gleichzeitig in’s Netz zu pumpen.

Ganz konkret heißt das beispielsweise, dass sich die Last unseres Mailservers in den letzten Tagen bei diesen “Peaks” verhundertfacht (!!) hat. Selbst im “normalen” Betrieb werden vier von fünf E-Mails (bzw. deren SMTP-Verbindungen) bereits abgelehnt, noch bevor der Mailserver sich überhaupt erst die E-Mail an sich anschaut.

Ich habe heute mal unsere interne Mailstatistik etwas modifiziert, um Peaks zukünftig automatisch erkennen zu können. In extremen Lastsituationen könnten wir den Mailserver dann so “umschalten”, dass nur noch Mails eigener Kunden zum Versand akzeptiert werden, hingegen alle “fremden” Mails einer Art Mini-Greylisting unterzogen werden. Große Mailserver (web.de, gmx.de, …) machen auch nichts anderes - man erkennt das an den Meldungen im Logfile, wenn versucht wird während Peaks Mails dorthin zuzustellen. :-)

Es wird jedenfalls dringend Zeit für ein neuartiges asynchrones und manipulationssicheres elektronisches Kommunikationsmedium.

Kaffeepause

Donnerstag, den 9. November 2006

So lässt sich’s aushalten: beim Bäcker habe ich mir eben eine frisch gebackene, knusprige und noch warme Quarktasche geholt, und hier einen großen Milchkaffee mit Zimtzucker zubereitet. :-)

Heute wird’s wohl eh wieder ein längerer Tag, da ist es wichtig es sich zwischendrin gut gehen zu lassen. :-D

Störung in der Telefonanlage

Dienstag, den 7. November 2006

*seufz* Manchmal wünscht man sich doch wieder in die Zeit der manuellen Leitungsvermittlung zurück. “Störung der Telefonanlage” hieß damals, dass eine der “freundlichen Damen vom Amt” krank war. ;-)

Unsere Telefonanlage (bzw. die entsprechenden Komponenten auf dem zuständigen Intranet-Server) haben seit einer Umstellung am Wochenende irgendwas nicht überlebt, jedenfalls springt weder bei Auslastung/Nichterreichbarkeit der Anrufbeantworter an, noch werden derzeit Faxe unter 09131/400754 entgegen genommen. :grr:

Per Fax sind wir aktuell nur über 01805-329111-007 zu erreichen; per Telefon sind wir normal zu erreichen, nur der AB eben nicht…

Selbstbeweihräucherung…

Montag, den 6. November 2006

… muss auch mal sein.

Die letzten Tage waren geprägt vom Jahresabschluss 2005 (ich freue mich schon auf den Steuerbescheid *g*), von einem überraschend entspannten Wochenende, und einem weitaus produktiveren Montag als erwartet.

Die eine Webanwendung ließ sich gegen 18:00 erfolgreich messen und überraschte mit ihrer Reaktionsgeschwindigkeit (innerhalb weniger als 50 Millisekunden werden nun spezielle Events von verschiedenen Servern im Browser dargestellt - asynchron und browserunabhängig).
In der anderen Webanwendung (C++) habe ich die Zeitstempel des Logfiles von Sekunden- auf Mikrosekunden-Genauigkeit umgestellt, somit einen Performance-Engpass enttarnt und die Verarbeitungsdauer für eine HTTP-Anfrage von max. 1000ms auf rund 8 ms reduzieren können. So gehört sich das. :-)