Monatsarchiv für Mai 2007

Die Uni brennt…

Freitag, den 11. Mai 2007

Ausgerechnet unser schönes Uni-Schloß haben die abbrennen lassen…

Zur Aufklärung: ich hab’ eben einige Bilder meiner Handy-Kamera heruntergeladen, darunter auch das hier:

Feuerübung

Das hatte ich letzten Samstag beim Einkaufen aufgenommen, als alle Erlanger Einsatzkräfte ihre alljährliche Großübung abgehalten haben. Der Rauch war zum Glück nur ein Nebelwerfer. :-)

Konsole mit Fenstern

Donnerstag, den 10. Mai 2007

Wir arbeiten ja derzeit an einer ganz tollen neuen Software. Diese läuft nicht nur unter Linux, Solaris usw., sondern auch unter Windows. Bei den Unix-Systemen als Daemon, unter Windows eben als Dienst.

Und ab sofort kann diese “Konsolenanwendung” auch Fenster anzeigen. Bis vor wenigen Stunden hätte ich das noch nicht so ganz für möglich gehalten, aber es geht wirklich. :-) Mittels der WIN32-API kann man auch “normale” Konsolenanwendungen dazu bringen, Fenster etc. zu erzeugen. Wenn der Dienst nun also startet, kommt erstmal ein informativer Splash-Screen, und solange er läuft steht im System Tray ein Icon, über welches dieser Dienst zur Laufzeit beobachtet und evtl. später auch konfiguriert werden kann. Und das alles ohne .Net oder MFC.
Zugegeben - an sich ist das nur eine kleine Spielerei, aber ich denke dass die Bedienung des Dienstes dadurch ein wenig intuitiver wird. Und es schaut einfach toll aus. :-P

Übereilige Zahlung

Donnerstag, den 10. Mai 2007

Inzwischen habe ich es mir angewöhnt, unmittelbar vor der Übergabe der Lastschriften an die Bank die offenen Posten nochmal mit den tagesaktuellen Kontoauszügen abzugleichen. Das lässt sich ganz gut automatisieren, da die zu buchenden Lastschriften alle in einer Datenbank stehen, und die Auszüge per HBCI abgeholt werden können.

Auch heute hat es sich wieder gelohnt. ;-) Manche Kunden haben es mit ihrer Zahlung offensichtlich so eilig, daß sie diese scheinbar gleich nach Rechnungserhalt begleichen, auch wenn extra unter dem Rechnungsbetrag vermerkt ist: “Betrag wird abgebucht”. Dabei ist der Aufwand von Doppelbuchungen ungleich höher als wenn der Betrag einfach am Ende des vereinbarten Zahlungsziels (i.d.R. 10 Tage) abgebucht wird. Naja, trotzdem dankeschön für’s schnelle zahlen… :-)

Tag der Informatik

Samstag, den 5. Mai 2007

Gestern Nachmittag war ich beim Tag der Informatik an der Uni Erlangen. Der prominenteste Gast an diesem Tag war zweifelsohne Prof. Dr. hc. mult. Joseph Weizenbaum, einer der Urväter der Informatik. Auf die Vorführung des Dokumentarfilmes “Weizenbaum. Rebel at Work.” folgte eine ebenso interessante Diskussion mit dem Professor.

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Der größte Hörsaal unserer technischen Fakultät war nahezu komplett gefüllt und folgte mit Begeisterung den Ausführungen. Beispielsweise gab es am Vormittag eine Vorführung der Erlanger Robocup-Teilnehmer. Weizenbaum meinte dazu später: “Es gibt nur eine Sache die ich für unsinniger halte als wenn Roboter miteinander Fußball spielen. Und zwar wenn Menschen Fußball spielen.” Im Prinzip ging es bei dieser Aussage um die Zeit, die den Menschen gegeben ist, und was man damit anfängt (wäre nun zu umfangreich um das an dieser Stelle näher auszuführen).

Insgesamt waren seine Aussagen davon geprägt, kritisch mit dem Fortschritt der Technik umzugehen. Er selber erlebte das im Rahmen seiner langjährigen Lehrtätigkeit am MIT, während der auch etliche Technologien entwickelt wurden die dann im Vietnam-Krieg zum Einsatz kamen. Die Technik selber sei aber nicht das “Böse” an sich, sondern die Gesellschaft und ihr Umgang damit. Als Beispiel nannte er japanische Schwerter. Vor einigen hundert Jahren waren das ganz grausame Waffen, inzwischen sind sie Kunstwerke und Sammlerstücke. An den Schwertern hat sich dabei nichts geändert, nur am Umgang der Gesellschaft damit.

Kurzum - ein toller Abend. Abschließend gab es noch “Bier und Brezeln” (das ist ein Synonym für “Bier, Brezeln, Schweinebraten, Leberkäse, Salatbuffet, und vieles mehr was man sonst noch nie in der Cafeteria erblickt hat”). Empfehlen möchte ich im “Nachklang” noch ein paar Kurzfilme, die als Ausschnitte in “Rebel at Work” vorkamen. Es handelt sich um alte Propaganda Lehrvideos aus den USA zur Zeit des kalten Krieges:

Duck and Cover - wie man sich beim Einschlag einer Atombombe verhalten soll
American Engineer - wahnsinn… so viel Pathos in so wenig Film :-)