Monatsarchiv für September 2007

Hosting für Dummys

Mittwoch, den 26. September 2007

So wie Dirk sich über Marktbegleiter mit eigenem Rechenzentrum aufregt, frage ich mich bei so manchem Marktbegleiter, was das mit dem “Hosting für Dummys” soll, bei dem gezielt unerfahrene/technikunwillige Kunden geworben werden. Der Leitspruch ist dann “Sie müssen gar nichts machen [ oder können ;-) ] - mit einem Knopfdruck ist Ihre Anwendung installiert!”.

Das mit der Installation mag zwar schon einfach sein - aber wer aktualisiert dann brav die ganzen Anwendungen? Egal ob WordPress, PostNuke, Mambo oder was-auch-immer - wenn der “unerfahrene Anwender” das nicht mal anhand der jeweiligen Anleitungen selber installieren kann, wie soll er es dann up-to-date halten?

Ich verstehe unter “Application Hosting” doch etwas mehr als “Application Installation“.

Nichts für ungut… ;-)

Wahnsinn

Donnerstag, den 20. September 2007

Heute kommt irgendwie alles zusammen:

  • Bestellung neuer dedizierter Server (Telefonate mit Lieferanten wg. Verfügbarkeit, Vorbereitung Rack, …)
  • die SWITCH hat einen Kunden direkt bezüglich der Verlängerung seiner .ch/.li-Domains angeschrieben, obwohl sowas doch über uns laufen soll (Grund: die Domainverlängerung hat sich mit einer 30-Tages-Frist bis zum Domainablauf überschnitten… zukünftig werden wir .ch/.li-Domains also 35 Tage vor Ablauf verlängern…)
  • Fax von der Polizei - Anschlussinhaberfeststellung aufgrund einer Strafanzeige (viel Papierkram - Kundendaten heraussuchen, IP-Adressen heraussuchen, usw…)
  • Erweiterung unseres DynDNS-Dienstes (der Router eines Kunden hat sich “nicht ganz” an das DynDNS-Protokoll gehalten, also haben wir das auf unserer Seite etwas flexibler gestaltet)
  • ein paar VoIP-Bandbreiten-Tests (das QoS der Fritzboxen macht einen feinen Eindruck…)
  • und noch viel, viel mehr…

Außerdem steht in den nächsten Tagen wieder ein großes Meeting mit dem Steuerberater an, weshalb sich hier langsam die Ordner stapeln…

SWsoft auf Einkaufstour

Montag, den 17. September 2007

SWsoft, Hersteller von Verwaltungs- und Virtualisierungssoftware (u.a. Plesk, Confixx, Virtuozzo), war letzte Woche offenbar auf großer Einkaufstour. Am 11.09. wurde das Konkurrenzprodukt ENSIM pro aufgekauft, drei Tage später der Konkurrent Positive Software (ein Tochterunternehmen von Comodo) mit Produkten wie H-Sphere, NOC Monkey oder FreeVPS.

Der Markt konsolidiert sich also zunehmend in Richtung SWsoft (die nun übrigens auch ihr altes Logo ersetzt haben).

Nur gut daß wir unsere Server alle selber verwalten können. ;-)

cat /home/kk

Sonntag, den 16. September 2007

:cat:

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Zeitzonen

Freitag, den 14. September 2007

Unsere Verwaltungssoftware hat nun ein weiteres kleines, aber feines Feature: die Unterstützung von Zeitzonen. Um ausländischen Kunden die Anzeige zu erleichtern, werden intern alle Uhrzeiten in GMT/UTC abgespeichert und während der Anzeige an die jeweilige Zeitzone des Kunden angepasst.

Die ursprüngliche Idee war, im Kundenprofil jeweils nur die entsprechenden GMT-Offset-Stunden zu speichern (z.B. “2″ für GMT+2). Wenn da nicht so Länder wie Nepal wären, die als GMT-Offset 5:45 Stunden haben… :-) In diesem Fall speichern wir das also in Minuten (es gibt auch sekundengenaue Zonenwechsel im Rahmen der jeweiligen Angleichung an GMT, aber uns interessieren eh erst Zeiten ab dem Computer-Urknall am 01.01.1970).
Das nächste Problem sind die Sommerzeiten. Dafür gibt es keine feste Regelung; die einen Länder schaffen die Sommerzeit gerade spontan ab, andere orientieren sich am Ramadan, andere haben wiederum gesetzlich festgelegt daß der Sommer mindestens 150 Tage lang sein muß, und so weiter… Wir könnten nun zusätzliche Eingabemasken definieren, mit denen die Kunden das selber pflegen können, aber zum einen wird das auf Dauer lästig (und Fehleranfällig), zum anderen möchten wir auch in zehn Jahren noch wissen wann dieses Jahr die Sommerzeit angefangen hat (die Daten müssten also historisch gespeichert werden, was das Ganze auch nochmal komplexer macht).

Also wurde das Ganze gleich ganz ordentlich gemacht: mit der frei verfügbaren Zeitzonen-Datenbank, die u.a. auch Basis für die GNU glibc ist. In einigen großen Textdateien sind (fast?) alle Zeitzonen sowie deren Regeln definiert.

Ein kompaktes Perl-Script (immerhin auch 300 Zeilen) parst diese Dateien, filtert nur Regeln ab dem 01.01.1970 heraus, und schreibt das in SQL-Befehle um, mit denen wiederum die Backend-Datenbank gefüttert wird.

Daraus wird dann beim Laden des Benutzerprofils (z.B. beim Login) die gewünschte Zeitzone und alle relevanten Regeln in eine spezielle Datenstruktur im Speicher geladen (sind nur wenige Byte). Die Datums-Klasse (C++) konvertiert dann mit einem Befehl eine GMT-Zeitangabe in die gewünschte Zeitzone um und stellt daneben auch das jeweils gültige Zeitzonen-Kürzel (z.B. “CEST”) bereit. Der Overhead ist somit absolut minimal.

Und so schaut’s dann aus, wenn ich meine Zeit auf Nepal einstelle… ;-)

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Do it yourself…

Donnerstag, den 13. September 2007

Seit einigen Wochen finden wir auf unserem Geschäftskonto Lastschriften eines berüchtigten Usenet-Anbieters (die übliche Limited-Gesellschaft hinter 0700-Rufnummern…). Mit einem Klick gehen die Lastschriften wieder zurück, aber dennoch verursacht uns das Ärger und Kosten (alleine durch Buchungsgebühren und Personalaufwand).

Also habe ich den Verein gestern ein weiteres mal angeschrieben, und da meine erste Anfrage dort unbeantwortet blieb wurde ich im Ton etwas deutlicher.

Heute traf die Antwort ein:

Sie schreiben, dass Sie Ihren ###-Vertrag nicht selbst abgeschlossen haben.

Wir können in diesem Fall erst weitere Schritte in Betracht ziehen, wenn uns eine Anzeige vorliegt, die Sie bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle erstatten können. Bitte kontaktieren Sie daher Ihre örtliche Polizei und erstatten Sie dort Anzeige gegen Unbekannt wegen Datenmissbrauch.

Warum soll ICH denn Anzeige erstatten? Ich habe die darum gebeten, unsere Bankverbindung auf eine Blacklist zu setzen um zukünftige Abbuchungen zu unterbinden. Offenbar gibt es dort intern ohnehin nicht die geringsten Schutzmechanismen, sonst wäre keine mehrfache Abbuchung vom gleichen Konto durch verschiedene Benutzer möglich (und erst recht nicht nach mehreren Rücklastschriften).

Sollten noch weitere Abbuchungen von denen eintreffen, werde ich mir aber überlegen gegen das betroffene Unternehmen Anzeige zu erstatten… :aufreg:

Eigentlich sollte es Sache des Anbieters sein, bei einem gemeldeten Mißbrauch Anzeige gegen den Nutzer zu erstatten (schließlich liegen denen ja ohnehin die Benutzerdaten vor)…

Tag der Telefonwerbung?

Mittwoch, den 12. September 2007

Heute früh:

Anruferin: “Guten Tag, wer ist denn bei Ihnen im Hause für Personalleasing zuständig?”

Ich: “Niemand.”

Anruferin [hat mit dieser Antwort offenbar nicht gerechnet :) ] “Oh…” [kurze Pause] “Darf ich Ihnen dann kurz unser Unternehmen vorstellen?”

Ich: “Tut mir leid, wir haben weder Bedarf noch Interesse…”

Die Anruferin hat sich dann noch brav verabschieden und mir einen schönen Tag gewünscht.

Heute Mittag:

Anrufer (leicht hessischer Dialekt, schlechte Verbindungsqualität): “Hallo, mein Name ist […] von der […] - wer ist denn bei Ihnen im Hause für Bürostühle zuständig?”

Ich (hatte das Wort “Bürostühle” kaum verstanden und war mir nicht sicher ob der das ernst meint): “Bitte - zuständig für WAS?”

Anrufer: “Für Bürostühle.”

Ich: “Wir brauchen keine Bürostühle - wir arbeiten zum Glück schon im Sitzen”.

Anrufer: “Ich will Ihnen auch gar keine Bürostühle verkaufen - wir entwickeln diese nämlich.”

Ich: (leicht verwirrt) “Wir verkaufen leider auch keine Bürostühle.”

Anrufer: “Darf ich Ihnen dennoch kostenlos […(kaum verstanden)…]”

Ich: “Nein - ich würde nun lieber weiterarbeiten…”

Anrufer: “OK, auf Wiederhören…”

Fehlt nur noch ein Angebot für Wasserspender oder Tonerkassetten… :aufreg:

Walisisch

Samstag, den 8. September 2007

Zum heutigen EM-Qualifikationsspiel Deutschland - Wales sei auf den offiziell längsten aus einem Wort bestehenden Domainnamen der Welt hingewiesen: www.Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.co.uk.

Es handelt sich dabei um den Namen eines kleinen walisischen Dorfes, der zugegebenermaßen zu Marketingzwecken erfunden wurde. Ein paar Infos dazu finden sich bei Wikipedia.

Viel Spaß beim Aussprechen! ;-)