Do it yourself…

Seit einigen Wochen finden wir auf unserem Geschäftskonto Lastschriften eines berüchtigten Usenet-Anbieters (die übliche Limited-Gesellschaft hinter 0700-Rufnummern…). Mit einem Klick gehen die Lastschriften wieder zurück, aber dennoch verursacht uns das Ärger und Kosten (alleine durch Buchungsgebühren und Personalaufwand).

Also habe ich den Verein gestern ein weiteres mal angeschrieben, und da meine erste Anfrage dort unbeantwortet blieb wurde ich im Ton etwas deutlicher.

Heute traf die Antwort ein:

Sie schreiben, dass Sie Ihren ###-Vertrag nicht selbst abgeschlossen haben.

Wir können in diesem Fall erst weitere Schritte in Betracht ziehen, wenn uns eine Anzeige vorliegt, die Sie bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle erstatten können. Bitte kontaktieren Sie daher Ihre örtliche Polizei und erstatten Sie dort Anzeige gegen Unbekannt wegen Datenmissbrauch.

Warum soll ICH denn Anzeige erstatten? Ich habe die darum gebeten, unsere Bankverbindung auf eine Blacklist zu setzen um zukünftige Abbuchungen zu unterbinden. Offenbar gibt es dort intern ohnehin nicht die geringsten Schutzmechanismen, sonst wäre keine mehrfache Abbuchung vom gleichen Konto durch verschiedene Benutzer möglich (und erst recht nicht nach mehreren Rücklastschriften).

Sollten noch weitere Abbuchungen von denen eintreffen, werde ich mir aber überlegen gegen das betroffene Unternehmen Anzeige zu erstatten… :aufreg:

Eigentlich sollte es Sache des Anbieters sein, bei einem gemeldeten Mißbrauch Anzeige gegen den Nutzer zu erstatten (schließlich liegen denen ja ohnehin die Benutzerdaten vor)…

Eine Bemerkung zu “Do it yourself…”

  1. Jürgen Jartsch

    Das kenne ich - nervt tierisch und man verschwendet seine Zeit damit. Seit auch wir in Österreich per Mediengesetz dazu verdonnert werden, ein vollständiges Impressum abzugeben, erhalte ich regelmäßig Post im Sinne von:

    Sehr geehrter Hr. Jaritsch,

    wir danken für unsere Registrierung für Produkt sowieso …

    Standardbrief mit dem Hinweis darauf, dass ich mich dort nie registriert habe und der Bitte um bekanntgabe der E-Mail und IP-Adresse des Registrants bringt die meisten Unternehmen zur Einsicht: ok, der hat wirklich nichts bestellt. Strafanzeigen in Österreich gegen solche Dinge verlaufen im Sand, da kommt nie was raus.

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