Monatsarchiv für November 2007

Hostnamen-Beauftragte

Freitag, den 30. November 2007

Nachdem die neue redundante Firewall nun (fast) fertig konfiguriert ist fehlten nur noch die Hostnamen. Ich dachte da an irgendwas, bei dem klar ist daß die beiden “zusammen gehören”. Sowas wie “Asterix” und “Obelix”, nur nicht so abgedroschen.

Meine Frau hatte dann heute Abend die beste Idee: “Pech” und “Schwefel” :mrgreen:

Die Namen sind akzeptiert - und meine Frau nun die offizielle Hostnamen-Beauftragte. ;-)

T-DNS

Mittwoch, den 28. November 2007

Liebe Telekom… wenn ihr schon einen DNS-Server abschalten müsst: bitte schaltet ihn einfach ab, und leitet nicht alle Anfragen auf eine eigene Website um!

T-DNS

So geschehen hinter einer Telekom-Standleitung (bei der der Router ohnehin keine DNS-Einstellungen per DHCP empfängt ;) ). Wäre der besagte DNS-Server einfach abgeschaltet worden, wäre einfach der nächste konfigurierte DNS-Server verwendet worden.

Was lernen wir daraus? In solchen Fällen per Nagios prüfen, ob die externen DNS-Server auch externe Ziele korrekt auflösen (geht natürlich nur bei Zielen, bei denen keine IP-Änderungen zu erwarten sind).

PHP-Frust

Mittwoch, den 28. November 2007

PHP gehört wirklich nicht zu meinen Lieblings-Sprachen. Und es wird mir auch zunehmend unsympathischer.

Neuestes Beispiel: ein Kunde hat ein Problem mit einem Script, welches unter anderem irgendwo Dateien auf seinen Webspace hochlädt (per PHP-File-Upload). Die neu erstellten Dateien haben aber “nur” die Rechte 0600, obwohl diese eigentlich 0644 haben sollten. umask() ist richtig gesetzt, ein explizites chmod() nach dem Upload ist nicht möglich (es handelt sich um ein gekauftes, codiertes Script), und bei seinem bisherigen Webhoster hat das Script nach Angaben des Kunden wohl einwandfrei funktioniert.

Andere Baustelle: eine Kundin zieht eine Contenido-CMS-Website auf einen Webspace bei uns um. Gleiches Problem: nach Uploads sind die Rechte immer falsch. In diversen Contenido-Foren weisen deren Entwickler die Notwendigkeit eines chmod() nach dem move_uploaded_file()-Aufruf von sich - “der Provider ist für eine anständige umask() verantwortlich”.  Wenn das Problem nur in der umask() bestehen würde…
Nun haben wir die Wurzel allen Übels identifiziert: PHP selbst. :grr:

Bug #42291: wird eine Datei mit PHP hochgeladen und mit move_uploaded_file() auf ein Ziel verschoben welches im gleichen Filesystem wie die temporäre Datei liegt (=>rename), dann werden die Rechte fälschlicherweise auf 0600 gesetzt statt auf 0644. Da bei uns aus Sicherheitsgründen jeder Kunde sein eigenes tmp-Verzeichnis innerhalb seines geschützten Kundenverzeichnisbaums hat (also im gleichen Filesystem), tritt genau dieser Fall ein.

Der Workaround für die betroffenen Kunden ist also, diesen ein tmp-Verzeichnis auf einer anderen Partition einzurichten… ein kurzer Test hat das bestätigt.

Suchstring in URLs patentiert

Sonntag, den 25. November 2007

Und wo wir gerade dabei sind: Amazon wird mir irgendwie immer unsympathischer (obwohl - wenn Amazon solche Patente nicht beantragen würde, würde es irgendein anderer Patenttroll tun…).

Patent 7,287,042 beanprucht Rechte für das Anfügen unformatierter Suchbegriffe an eine URL als Eingabe für eine Suchmaschine.

Mal ehrlich: sowohl als beteiligter “Wissenschaftler”/Autor als auch als verantwortlicher Patentprüfer wäre es mir doch mehr als peinlich, unter so einem “Patent” meinen Namen stehen zu haben, oder nicht?

Nachtrag:
UserFriendly hat den Amazon-Gründer Jeff Bezos schon 2003 auf’s Korn genommen. Dabei hat Bezos doch schon 2000 mit Tim O’Reilly eine Website zum Kampf gegen unsinnige Patente ins Leben gerufen - aber wen wundert es, daß diese Seite längst aufgelassen wurde und nun nur noch Werbelinks auf Patentanwälte etc. enthält…? :roll:

Patent auf “schlechte Leistung für schlechte Kunden”…

Sonntag, den 25. November 2007

Am 13.11.2007 wurde Amazon das Patent 7,295,990 zugesprochen, in welchem Amazon für sich beansprucht, die Bearbeitung von Aufträgen abhängig von erwarteten zukünftigen Umsatz des Kunden zu machen. Vereinfacht gesagt: ist aufgrund statistischer Methoden bei einem Kunden von nur einem einmaligen Umsatz auszugehen, kann dessen Bestellung niedriger priorisiert werden als die Aufträge von Kunden mit einem höheren zukünftigen Auftragspotenzial.

Irgendwie krank, was in den USA so alles patentierbar ist. Ich hoffe nur, daß Europa das nicht mitmacht.

Patent für Software-Übersetzung

Samstag, den 17. November 2007

Unglaublich auf was man so alles stößt… diesmal präsentiere ich ein US-Patent für die Übersetzung von Software in lokalisierte Versionen: Patent 5678039. Beantragt am 30.09.1994 und zugeteilt am 14.10.1997 - offenbar hatten Patentprüfer in den USA zu diesem Zeitpunkt wenig Ahnung von Software (siehe auch License Protection via Cryptography).

Ein weiterer Grund dafür, vernünftige Software besser nicht in den USA zu vermarkten…

SYSTEMS-Impressionen

Donnerstag, den 15. November 2007

Und hier noch ein paar Impressionen von der SYSTEMS (war nach einigen Jahren mal wieder da).

Ein offenbar abgestürztes Präsentationssystem - mit einem Debian-Linux. :-)
Debian-Präsentation

Recht beeindruckend war folgende Kunst-Installation: ein Computer holt aus diversen Blogs, Newsmeldungen usw. aus dem Internet verschiedene aktuelle Begriffe und gibt diese mit einem “Wasserdrucker” aus. Das Wasser fällt wie ein Vorhang herunter, die einzelnen Tropfen bilden deutlich lesbar irgendwelche Wörter ab (was mit der kleinen Handy-Kamera natürlich nicht einzufangen war). Wirklich mal cool:

Wasser-Plotter

Und am Ende hat Alfons Schuhbeck noch auf irgendeinem Messestand gekocht und mal wieder seine alte Leier von Koriander und Chili gepredigt…

Schuhbeck kocht

McCafé

Donnerstag, den 15. November 2007

Vorhin hab ich endlich mal die ganzen Bilder von meinem Handy heruntergeladen… deshalb nun ein paar Blog-Nachträge.

Unter anderem: McCafé. Beim Serveraufbau letzten Mittwoch war ich mit einem Kollegen amerikanisch Abendessen (McDonalds), und habe mir für die anstehende lange Nacht präventiv noch einen “Cappuccino” gegönnt.

McCafe

Mal abgesehen davon, daß dieses Getränk mit einem echten Cappuccino nicht allzu viel gemeinsam hat (ist halt ein Kaffee mit viel Milch und etwas Milchschaum) wirkt dieser Stilbruch zwischen dem in Pappe servierten Fingerfood und einem mit Kakao-Streuer verziertem Kaffee in “echter” Tasse schon irgendwie komisch.

Ganz offenbar will McDonalds mit dem McCafe einen auf Starbucks machen - mit Kaffees in verschiedenen amerikanischen Größen (”small”, “tall”, “large”), Geschmacksrichtungen (”Vanilla Flavour Shot”, …) und den obligatorischen Donuts, Choko Cookies, usw.

Ich kann mich mit dem Zeug jedenfalls nicht wirklich anfreunden - aber das konnte ich mit Starbucks auch schon nicht.

Am liebsten trinke ich einen gut gebrauten Kaffee übrigens schwarz - ohne jegliche Geschmacksverfälscher, ohne Milch und ohne Zucker. Und da brauche ich nur eine Größe: eine Kanne. ;-)