Zahlungsunwillig?

Ich kann mir nicht helfen, irgendwie sieht das nach akuter Zahlungsunwilligkeit aus.

Einer unserer Kunden ist ein großer IT-Dienstleister, der ausgerechnet mit dem Slogan “Business Flexibility” wirbt. Die vorletzte Rechnung kam über zwei Monate nach Rechnungstellung an uns zurück, mit dem Vermerk das sich der Vertragspartner (und daher die Rechnungsanschrift) geändert haben und wir diese korrigieren mögen.

Nun haben die aber den Vogel abgeschossen: die letzte Rechnung kam auch wieder zurück; diesmal mit dem Vermerk, daß die von uns auf der Rechnung angegebene Bestellnummer (mit der die intern die Rechnung der jeweiligen Kostenstelle zuordnen können) ungültig sei. Wir mögen doch die Rechnung erneut mit einer korrekten Bestellnummer zusenden. Als Basisdatum für das Zahlungsziel gelte wieder die erneute vollständige Vorlage der neuen Rechnung.

Zum einen stößt mir diese Arroganz ziemlich auf, zum anderen soll es doch nicht unser Problem sein deren Kostenstellennummern herauszusuchen!?

Die Strategie steht jedenfalls fest: mit den eigenen Waffen zurückschlagen. “Aufgrund der gestiegenen Verwaltungskosten[…] sehen wir uns gezwungen […] die Preise zum ##.## um ##% zu erhöhen […]. Bei Zahlung innerhalb von 10 Werktagen räumen wir Ihnen ##% Skonto ein.”
Oder wäre das unverschämt?

6 Bemerkungen zu “Zahlungsunwillig?”

  1. feistygibbon

    ich würd denen den stecker ziehen, was glaubst du wie schnell du die kohle dann auf dem konto hast ohne kostenstelle usw. :)

  2. garyx7de

    ;) ich würde die Freundlichs drauf hinweisen das sowas nicht dein Bier ist. Die sollen sich nicht so anstellen nur um die Zahlung weiter hinauszuzögern.

  3. Bloginator

    Leistung einfach abschalten geht auch nicht beliebig…da kann dann der Kunde ggf. Forderungen stellen - besonders wenn zB ein Server angemietet ist und dieser für den nächsten Monat bezahlt werden soll. Keine Zahlung -> Abschalten(?) -> Keine Leistung (!) -> Warum dann für den kompletten Monat zahlen?

    Ich würde den Preis dermaßen erhöhen, dass der Kunde kündigt.

  4. Klaus Keppler

    Wie Bloginator schon richtig sagt: es besteht ein Vertrag, und wir sind grundsätzlich zur Leistungserbringung verpflichtet. Abschalten geht erst nach mehreren Mahnungen etc. …

    Die Sache ist die, daß der eigentliche Kunde (eine der Entwicklungsabteilungen dort) eigentlich ganz nett ist (der Projektleiter ruft auch ab und zu an und entschuldigt sich für die Zahlungsmoral des Konzerns!!), und los werden will ich die ja eigentlich auch nicht wirklich. Ich finde nur das Verhalten ziemlich arrogant. Aber am Dienstag will ich da mal anrufen und das mit der zuständigen Dame besprechen (hab ich am Donnerstag leider nicht mehr erreichen können).

  5. Morty

    Naja besser kann man sein Geld doch nicht anlegen! 4% (oder waren es mehr?) über Basiszins wegen Zahlungsverzug. Sowas bietet einem keine Bank! :-)

  6. Matthias

    Naja, wenn man Aufwand für Mahnungen etc. mit einrechnet kommt da am Ende vermutlich leider nicht so viel beim UN an..

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