Sponsoring mit fadem Beigeschmack

Vor ein paar Tagen hat eine etwas ältere Dame angerufen. Sie erzählte davon, dass eine Grundschule in unserer Nähe derzeit Sponsoren für neue Sportbälle sucht, und fragte direkt, ob wir nicht auch ein paar Bälle sponsern möchten. Als Gegenleistung würden wir dann mit auf der Sponsorenliste erscheinen.

Ich habe spontan zugesagt, zumal ich diese Grundschule kenne, und möglicherweise ja auch mal eigene Kinder dort hingehen könnten. ;-)

Heute kam die Rechnung für die Bälle. An sich war damit alles in Ordnung, aber was nun doch einen faden Beigeschmack hinterlassen hat, war die dahinterstehende Logistik:das Ball-Sponsoring wurde nämlich von einer auf so etwas spezialisierten Firma durchgeführt; auf deren Website wird sehr ausführlich das Produktsortiment eines einzelnen, bestimmten Ballherstellers aufgelistet.

Ich habe dann auf der Website der besagten Grundschule etwas herumgestöbert, und dort sogar die Sponsorenliste des Vorjahres gefunden. Auch 2007 gab es eine Sportball-Aktion der gleichen Firma, die nicht nur die Sponsoren auftreibt, sondern die Schulen neben den Bällen auch noch mit einer fertigen Sponsorenliste als PDF-Datei sowie einem Standard-Dankesschreiben als Fax-Vorlage beliefert…

[NACHTRAG]

Den faden Beigeschmack haben wohl auch Grundschulen:
- Geschenk ohne Dank retour
- Stadt warnt vor Anbietern von Schulsportföderung

Ich verbuche die Rechnung also mal unter “Lehrgeld”… ;-)

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