Monatsarchiv für Juli 2009

Twitter

Dienstag, den 28. Juli 2009

Von Twitter halte ich ja irgendwie (noch?) nicht wirklich viel.

Trotzdem haben wir vorhin einen ersten Twitter-Account eingerichtet. Nicht für mich, sondern für’s Marketing. :-) Und Inhalte (”Tweets”) wird’s auch erst in ein paar Monaten geben. Ich bin ja mal gespannt…

(Nein, der betroffene Account hat nichts mit Keppler-IT direkt zu tun - eher mit einem neuen Produkt)

Von meinem iPhone gesendet

Dienstag, den 28. Juli 2009

Inzwischen lese ich relativ häufig diesen Satz unter E-Mails:

Von meinem iPhone gesendet

Anfangs habe ich diesen noch als provokativ oder leicht angeberisch interpretiert. Inzwischen sehe ich das aber eher als dezente Entschuldigung. ;-)

Erfahrungsgemäß sind vom iPhone (oder allgemein: mobil) versendete E-Mails zu ca. 75% unüberlegt, zu ca. 50% unnötig, und zu 98% mit Tippfehlern versehen. :mrgreen:

Spam

Dienstag, den 28. Juli 2009

Die Spammer werden auch immer fauler unkreativer:

spam.gif

Verloren gegangen…

Montag, den 27. Juli 2009

Vor ein paar Wochen haben wir einen sündhaft teuren 16-Port KVM-over-IP-Switch (für 8 gleichzeitige IP-User) zwecks Austausch an den Hersteller zurückschicken wollen (das Gerät hat sich dauernd resettet). Von z.B. APC bin ich es ja gewohnt, dass UPS das Vorab-Austauschgerät vorbei bringt und das alte Gerät danach abholt. Beim Hersteller des KVM-Switches (der führende Hersteller in diesem Segment…) muss man seine Sachen aber selber wegschicken - und das ausgerechnet nach Irland.

Nicht nur, dass unsere kleine Postfiliale damit offenbar gnadenlos überfordert war (darüber will ich nochmal gesondert bloggern), nein - nun ist das Teil scheinbar verloren gegangen. :grr:

Das Paket wurde extra als Premium-Paket (Luftpost) losgesendet, und sollte nach drei Tagen da sein. Theoretisch. In der Praxis haben wir es am 10.07. aufgegeben, und die erste (und einzige) Statusänderung im Online-Tracking ist vom 15.07. - “auf dem Weg ins Ziel-Land”.

Ich bin ja mal gespannt, was nun beim Nachforschungs-Auftrag heraus kommt, und wie (bzw. wie [un]kompliziert) die Regulierung abläuft. Wir haben zum Glück zumindest nicht an der Transportversicherung gespart.

Trennungsgrund

Montag, den 27. Juli 2009

Eine absolute Seltenheit - aber manchmal leider nicht zu vermeiden - ist es, wenn wir einem Kunden die Kündigung empfehlen, oder diese selber aussprechen.

Wenn ein Kunde nunmal der festen Überzeugung ist, dass wir für 2,90 EUR pro Monat auch noch die Inhalte seiner Webseite pflegen, und er auch nach inzwischen >90 Telefonminuten nicht wahrhaben will das wir das nunmal definitiv nicht machen, dann ist das genau so ein Trennungsgrund.

Wir sind ja wirklich sehr hilfsbereit und kulant, aber irgendwo muss dann doch mal die Vernunft einschreiten und einen Schlußstrich ziehen.

Unit-Tests mit check

Freitag, den 24. Juli 2009

Vor rund drei Wochen hatten wir hier “Kick-Off” eines brandneuen Software-Projektes. Das Thema dieser Software liegt mir schon seit Jahren am Herzen, und endlich sind Zeit und Kapazitäten da um das umzusetzen (wer mich etwas genauer kennt weiß wahrscheinlich um was es da geht - aber bitte vorerst noch nichts verraten!).

Die Software wird in C/C++ geschrieben und täglich in einem automatisierten Test-Lauf auf (fast) allen unterstützten Plattformen geprüft, unter anderem auf OpenSolaris, FreeBSD und diversen Linux-Distributionen. Hierfür werkelt ein XEN-Server, auf dem per Cron-Job werktäglich jede Nacht auf jeder DomU der aktuelle Sourcecode aus dem zentralen Subversion-Repository ausgecheckt, compiliert und getestet wird.

Um dieses Setup kümmert sich ein eigener Mitarbeiter bei uns, der alleine mit der Portierung (systemspezifische Init-Scripte usw.) und der Pflege der Testumgebung fast Vollzeit beschäftigt ist. Noch ist der Code ja eher übersichtlich: es steht gerade mal ein Codegerüst, mit dem sich ein Serverprozess starten und kontrollieren lässt, die übliche Log-Datei und PID-Datei schreibt sowie seine Konfigurationsdatei liest.

Für das Lesen der Konfigurationsdatei habe ich “keine Kosten und Mühen gescheut”™ und einen eigenen Parser mittels flex und bison geschrieben. War irgendwie ganz witzig - mein letzter Kontakt mit Parser-Entwicklung war im Studium, zum Nachgucken habe ich in meine damaligen Übungsprogramme vom Herbst 2001 (!) geschaut. 8-) Da wir aber zukünftig noch mehr mit Parsern machen werden, war dieser Schritt schonmal eine ganz praktische Auffrischung.

Für das automatisierte Testen setzen wir nach einigen Überlegungen nun auf check. Hierbei handelt es sich um eine u.a. von JUnit inspirierte, kleine aber feine Test-Bibliothek für C/C++-Anwendungen; mit ein paar Patches läuft die sogar unter Windows. Für den Konfigurations-Parser habe ich eben gleich die ersten Unit-Tests geschrieben. :-)

Wie wichtig (sinnvolle und umfangreiche) Unit-Tests für die Qualitätssicherung einer Software sind sollte ja hoffentlich bekannt sein. Die Entwicklung der Tests bremst natürlich anfangs ein wenig aus - dennoch ist es ein gutes Gefühl, mit dem Schreiben der Unit-Tests die Entwicklung einer Komponente ordentlich und ruhigen Gewissens abschließen zu können.
Das zweitwichtigste Werkzeug in unserer Entwicklung ist Valgrind. Die Unit-Test machen neben einer Funktionsprüfung nach Möglichkeit auch so eine Art “Lasttest”; dieser wird mit Valgrind analysiert um eventuelle Memory Leaks zu erkennen und dank Profiling zu optimieren.

Jedenfalls macht es schon jetzt viel Spaß, eine Software mal so “richtig ordentlich” zu entwickeln. :-)

Troll-Verbot

Donnerstag, den 23. Juli 2009

An meinen lieben Haustroll, der mit falschen Namen, falschen Mailadressen und lustigen Fäkalbegriffen hier glaubt sein Unwesen treiben zu müssen:

Verzieh’ Dich!

Ja, auch DU hinterlässt Spuren im Netz. Genügend Spuren, um Dich eindeutig zu identifizieren. Deshalb wird auch kein Kommentar von Dir freigeschaltet.
Betrachte das hier als förmliches Hausverbot. Ende der Diskussion.

Ein schwarzer Tag für die Freiheit (3)

Donnerstag, den 23. Juli 2009

Heute habe ich Post vom Bundestag erhalten. :-) Mein zuständiger Abgeordneter (oder einer dessen Mitarbeiter?) hat auf meinen Brief geantwortet.

Der Inhalt ist aber eher enttäuschend. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Standard-Text; auf keine einzige meiner Fragen und Vorwürfe wurde darin eingegangen.

Ich stimme Ihnen ausdrücklich zu, dass das Recht auf Informationsfreiheit ein hohes demokratisches Gut ist, das geschützt werden muss - auch im Internet. Wir sind uns aber, denke ich, auch einig, dass Straftaten im Internet genauso verfolgt werden müssen, als würden sie in der “realen” Welt geschehen. Dazu gehört für mich ein energisches Vorgehen gegen jede Art von Kinderpornografie. […]

Was mich am meisten ärgert ist die Argumentation, dass das “Stopp-Schild” als “Strafverfolgung im Internet” dargestellt wird. Das ist schlicht und ergreifend falsch: das Stopp-Schild wird vermutlich nicht ein einziges Kind tatsächlich vor einer Straftat schützen. Das Internet missbraucht keine Kinder - das machen Menschen.

[…] Aus meiner Sicht sind aber die Interessen der Kinder wichtiger, als das Recht auf Informationsfreiheit um jeden Preis. […]

Solche Sätze zeigen, dass zum einen die Konsequenzen aus dem Aufbau der Zensur-Infrastruktur sowie die grundsätzliche technische Sinnlosigkeit der Stoppschilder nicht verstanden wurde. Diese Ignoranz ist wirklich bitter. Bloß nicht der Frau Ministerin in den Rücken fallen, sondern schön brav die Parteimeinung wiedergeben…