Tagesarchiv für den 10. Juli 2009

Ein schwarzer Tag für die Freiheit (2)

Freitag, den 10. Juli 2009

Ich habe eben auch einen Brief an meinen zuständigen Bundestagsabgeordneten aufgesetzt. Ein einseitiges, kompaktes Schreiben, welches meine Meinung (hoffentlich) auf den Punkt bringt.

Welcher Abgeordnete jeweils für den eigenen Wahlkreis zuständig ist, findet man auf der Webseite des Deutschen Bundestags.
hmafng.gifOb der “eigene” Abgeordnete jeweils für oder gegen Netzsperren gestimmt hat, zeigt einem kurz und knackig die Website http://hatmeinabgeordneterfuernetzsperrengestimmt.de/. :-)

Ein schwarzer Tag für die Freiheit

Freitag, den 10. Juli 2009

Der Bundesrat hat heute das umstrittene Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen abgesegnet. Statt wirkungsvollere Maßnahmen zur Ursachenbekämpfung zu beschließen, wird nun also einfach ein Vorhang vor das Verbrechen gezogen. Und gleichzeitig die Infrastruktur für weitergehende Zensurmaßnahmen geschaffen…

Die Konsequenz daraus:

  • zukünftig alternative DNS-Server verwenden (Anleitungen gibt’s ja genügend). Dabei geht es um’s Prinzip! - ich denke wir sind uns alle einig dass Kinderpornographie ein abscheuliches Verbrechen ist - nur wird dieses mit Stopp-Seiten nicht wirklich bekämpft.
  • den Entscheidern - allen voran Frau Ursula von der Leyen (CDU) - bei der anstehenden Bundestagswahl eine politische Klatsche erteilen!
    Die Tatsache, dass eine von 134.000 Personen unterzeichnete Petition praktisch ignoriert wurde, dass Proteste ins Leere verlaufen, dass die ganze Argumentation mehr als wackelig ist, und dass nun die ersten Forderungen für weitergehende Filterungen (sogenannte “Killerspiele“, “Hass-Seiten“, und sicher bald noch viele mehr) laut werden, muss politische Konsequenzen haben.

Ob die Piraten-Partei da nun die richtige Antwort ist bleibt mal dahingestellt.

Kündigung-Spam (2)

Freitag, den 10. Juli 2009

Aaaaaaaarrrrrrrggggggghhhhhhhhh!!!!!!!

Ja, eben hat wieder jemand bei mir angerufen. :aufreg: Um genau zu sein: zuerst zu Hause bei meiner Frau. Die hat dann ganz nett meine Büronummer durchgegeben, damit mich die Callcenter-Mitarbeiterin direkt sprechen kann. :twisted:
UND MIR IST DER KRAGEN GEPLATZT!!! Vor nicht einmal 24 Stunden habe ich mit einem anderen Callcenter-Mitarbeiter dieses Unternehmens gesprochen, und ausdrücklich darum geben, nicht weiter belästigt zu werden. “Ja, ich trage das mal in unsere Datenbank ein…”.

Jetzt ist wirklich Schluss mit lustig. Ich habe mehrfach klar gemacht, dass diese Bettelei keinen Sinn macht, und ich mit diesem Anbieter nun erst recht nichts mehr zu tun haben möchte. Ich weiß nicht wie oft ich das denen noch sagen muss (war ja erst das vierte Telefonat zu dem Thema).

Swoopo & heise Newsticker

Freitag, den 10. Juli 2009

Im Heise Newsticker bin ich eben über einen Artikel über das “Auktionshaus” Swoopo gestolpert.

Auch wenn ich den Heise Newsticker grundsätzlich interessant finde, dieser Beitrag war doch schwer enttäuschend. Im Prinzip liest es sich so, als ob eine Pressemitteilung von Swoopo unverändert durchgereicht wurde.

Nicht einmal das angeblich “völlig neue Konzept im E-Commerce”, der “Direktkauf” wurde kritisch kommentiert - im Gegenteil: das Swoopo-Eigenlob wurde sogar mit durchgereicht.

Rechnen wir doch mal kurz nach: ein Apple iPod Touch 32GB ging für (angebliche) 108,00 EUR über den Tisch. Jedes Gebot erhöhte den Preis um 0,10 EUR, das entspricht also 1080 Geboten. Jedes Gebot kostet 0,50 EUR, was also einem Umsatz von 540 EUR (!!) entspricht. Dazu kommt ja noch der Erlös aus dem Auktionspreis (108,- EUR), insgesamt also 648 EUR. Der Straßenpreis für so ein Gerät liegt etwa bei der Hälfte (ab 315 EUR)…
Oder das MacBook für 41,68 EUR. Bei dieser “Auktion” wurde der Preis je Gebot nur um 0,02 EUR erhöht, was Swoopo alleine schon 2084 EUR eingebracht hat.
Toll ist auch auf der Swoopo-Website die Aussage “Schnäppchen-Auktionen ohne Risiko - 100% garantiert”. Was wird da garantiert? Das Swoopo sich dumm und dämlich verdient? ;-)

[EDIT] Alles Weitere zu Swoopo wurde im Internet schon irgendwo gesagt. Interessant sind die Kommentare zum Heise-Artikel. :)

[EDIT 11.07.2009] Inzwischen hat Heise den heftig kritisierten Artikel geringfügig überarbeitet.