Callcenter-Teergrubing (II)

Das Jahr neigt sich dem Ende - was offenbar Anlass für viele Callcenter ist, mal wieder einen Rundruf zum Thema “private Krankenversicherung” zu starten.

Diese Woche hatte ich schon vier Anrufe diesbezüglich. Aber inzwischen sehe ich das deutlich gelassener - ja, fast freue ich mich sogar schon darauf. Denn diese werden, sobald sie nach der Geschäftsführung verlangen, in eine spezielle Warteschleife geschickt.

Ein besonders hartnäckiger Anrufer (irgendein Unternehmen mit schweizer Rufnummer und absolut mieserabler Verbindung - angeblich weil diese “über Internet telefonieren”) ist in der Eskalations-Stufe nach oben geklettert und eben in der schon etwas unverschämteren Warteschleife gelandet: Märchenstunde. :-)

Eine Bemerkung zu “Callcenter-Teergrubing (II)”

  1. Udo

    Tja, da haben sich seit der Veröffentlichung von Wallraff wohl wieder einmal die Methoden geändert, und mal eben ein Briefkasten mit Nachsendeadresse und - nicht zuletzt - leistungsfähiger Telefonanlage angemietet. Die Schweiz ist schon ein feiner Rückzugsraum, da hatte der Herr Steinbrück recht. Mich würde ja mal interessieren, ob sich die “schweizer Rufnummer mit miserabler Verbindung” aus dort erlaubten “cold calls” ergibt, und wie so weitergeleiteten Anrufe sich auf Rechtswirksamkeit derat vorbereiteter Geschäfte auswirkt. Schließlich handeln Unternehmen, die vorgeblich einer Niederlassung im Ausland, mit hier in Deutschland beschäftigten Subunternehmern, auch noch dem Wettbewerbsrecht zuwider.

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