2 Kinokarten: 57 Mark!?

Eben ist mir aufgefallen wie teuer das Kino inzwischen geworden ist. Für 2x “Avatar” am Sonntag Nachmittag zahlt man hier im Online-Vorverkauf insgesamt 27,28 EUR, für die 3D-Brillen kommen nochmal 2 EUR dazu. Das sind umgerechnet über 57 D-Mark. (Nein, ich bin kein DM-Nostalgiker, aber nunmal mit DM-Preisen aufgewachsen - und “damals” kam man für unter 10 DM pro Karte ins Kino…). Dazu sitzt man dann noch auf speckigen abgenutzen Sitzen, läuft über einen mit Popcorn und Cola laminierten Boden, und zahlt ziemlich irrwitzige Getränkepreise.

Naja, Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis… offenbar ist die Nachfrage noch groß genug.

11 Bemerkungen zu “2 Kinokarten: 57 Mark!?”

  1. Götz

    Und 1927 kostete ein Ei 5 Pfennig und heute … solche Vergleiche bringen nichts mehr, wenn das zu lange her ist, die Inflation nagt am Geldwert. Und neue teure 3D-Technik will bezahlt sein. Eine normale Kinokarte kaufe ich hier für 7,50 bis 9 €, je nach Platz.

    Wenn natürlich das Kino schlecht geführt ist oder die Leute vor einem keinen Anstand haben und den Nachbarssitz mit einer Müllablage verwechseln, dann macht’s keinen Spaß. Aber das ist weniger eine Preisfrage.

  2. Klaus Keppler

    Die jährliche Inflation in DE seit 2000 betrug im Schnitt 2% pro Jahr. Wenn ich mal für 2001 einen Preis von 10 DM (=5,11 EUR) für eine Kinokarte annehme, wären wir inzwischen bei rund 6,11 EUR. Eine “normale” Karte kostet hier 8,90 EUR, für 3D beträgt der Aufschlag nochmal 3,50 EUR.
    Das Kino wurde seit dem Bau vor etwa 10 Jahren offenbar noch nie renoviert - und dafür finde ich diese Preise eben schon ziemlich überzogen.

  3. Sebbi

    Auch interessant: warum kostet es mehr, wenn ich die Karte online kaufe, obwohl das weniger Arbeit für das Kino bedeutet? Und warum kann ich online nicht die selben Vergünstigungen wie an der Kinokasse (Gutscheine, 5-Sterne Ticket) bekommen?

    Tja und sonst … 8,40 € oder 16,43 DM für Sherlock Holmes heute Abend. Ich weiß noch wie man für 5 Mark ins Kino konnte :/ Selbst mit einer Inflation von 5% kommt man in 15 Jahren nicht auf solche Preise ;-)

  4. Sebbi

    hmm … eine kurze Suche zeigt auf, dass sich die Kinopreise tatsächlich relativ nah an der Inflation nach oben schrauben …

    http://www.ffa.de/downloads/marktdaten/3_Besucher_Umsatz_Preise/3.2_bundesw_alteundneue_BL/Uebersicht_67_bis_01.pdf

  5. datenwolf

    Es gibt auch sehr günstige Kinos, wo ein Ticket für Avatar 3D inkl. Brille gerade mal 10€ kostet:

    z.B. Forumkinos in München

    7,00€ Grundpreis + 2,50€ 3D-Zuschlag + 0,50€ Überlängenzuschlag = 10€
    Und das ist die teuerste Variante. Interessanterweise wird in den Forumkinos auch keinerlei Werbung gezeigt (Film-Trailer natürlich schon).

    Ich kann nur empfehlen, sich mal in der näheren Umgebung nach günstigen Kinos umzusehen. Das sind dann meistens sowieso kleinere/unbekanntere Häuser, noch mit richtigem Flair, die aber momentan sehr gegen die Übermacht der Multiplexe ankämpfen.

  6. Jahnke

    Das ist iwie nen schlechter Vergleich.
    Dann können wir ja gleich anfangen mit
    1995 hat 500MB Webspace 40DM gekostet, und Heute kosten 25GB Webspace 2,99€

    :P

    Auch in Richtung Colocation war es früher sehr sehr teuer.
    heute bekommt man racks für 150€ monatlich

  7. fg

    Wobei man schon zugeben muss, dass 3D wirklich ein Erlebnis ist, das man mit normalem 2D-Kino nicht ganz vergleichen kann. Bei uns kostet 3D übrigens (glaube ich) nicht mehr als non-3D.

  8. Klaus Keppler

    Also der Film war wirklich exzellent - aber ich war schon recht enttäuscht über die “Abzocke”: es wurden auch keinerlei Gutscheine akzeptiert (auch nicht so, dass man den 3D-Aufpreis eben extra zahlt), und am Kinoausgang standen sogar Boxen, in die man die gekauften (!!) 3D-Brillen zum “Recycling” einwerfen konnte… 8-)

    Und der Zustand des CineStar Erlangen (um das Kind mal beim Namen zu nennen) lässt wirklich zu wünschen übrig. Vom Teppich über die Toiletten bis zu den Kinositzen ist alles schon ziemlich heruntergekommen. Wenn die nicht bald mal gründlich renovieren bin ich wirklich gespannt, ob sich die Leute die ganzen teuren 3D-Filme nicht lieber im CineCittá angucken (was übrigens günstiger ist) oder nicht vielleicht doch das Manhattan auch eine 3D-Ausstattung bekommt…

  9. Klaus Keppler

    @Sebbi: interessanter Link. Die Preise sind aber noch in DM. ;-)

    Aktuellere Daten gibt’s z.B. hier:
    http://www.ffa.de/downloads/marktdaten/3_Besucher_Umsatz_Preise/3.2_bundesw_alteundneue_BL/2005_bis_2009.pdf

    Demnach betrug der Eintrittspreis 2009 im Durchschnitt 6,67 EUR. Für “Parkettplätze” bei Filmen ohne Überlänge und maximale Nutzung von Gutscheinen mag das durchaus möglich sein. Und ich glaube das ist auch das Problem mit dem subjektiv hohen Preis: die Basispreise sind tatsächlich nur relativ leicht angestiegen (~5-6% pro Jahr), aber die ganzen Aufschläge (”Logenplatz”, Überlänge, 3D, …) verdoppeln den Preis praktisch.

  10. Sebbi

    Bis auf die Filme in 3D kann man ja mit dem 5-Sterne Ticket praktisch immer für 6,50 € ins Kino gehen. Sieht man aber eher selten an den Kassen, deshalb frage ich mich wie so ein niedriger Preis zustande kommen kann.

    @Cinecitta: dort gibt’s zwar auch ein Imax 3D, aber man muss hier natürlich auch Anfahrt, Parkgebühren, doppelt so teure Getränke/Nachos, etc extra bezahlen. Nicht zu vergessen, dass die Sitze zwar sauberer, aber kleiner als die im Cinestar sind (außer Imax).

    Und ja, die (Cinestar Erlangen) sollten zumindest mal die Sitze reinigen oder den Stoff austauschen. Das ist wirklich nicht appetitlich auf was man sich da zum Teil setzen muss (bei mir war der Stoff sogar schon zerrissen).

  11. Felix

    Manueller Trackback:
    http://blog.headcrasher.de/kinopreise

    Hab mal bisschen weitergerechnet ;)

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