Monatsarchiv für Februar 2011

Eine Woche LiveConfig

Sonntag, den 20. Februar 2011

Das war wirklich eine spannende Woche. Am Montag ist unsere Mailing-Aktion gestartet, bei der wir einer größeren Zahl potenzieller Kunden Unterlagen zu LiveConfig® sowie Freikarten für die CeBIT zugesendet haben. Gleichzeitig ging die erste Pressemitteilung heraus, die auch schon kurze Zeit später im ServerSupportForum erschien. Auf WebHosterNews wurde in einem spannenden Artikel mit provokanter Überschrift über LiveConfig berichtet.

Zudem habe ich (gefühlt) die halbe Woche nur am Telefon verbracht, um viele Gespräche mit Interessenten zu führen. Alles in einem sind wir von dem positiven Feedback begeistert. :-) Die nächste Woche steht nun ganz im Zeichen der letzten Vorbereitungen zur CeBIT - wir müssen noch ein paar Unterlagen zusammenstellen und LiveConfig für den Launch bereitmachen.

img_5302_karten.jpg

img_5295_mailing.jpg

img_5306_postpostpost.jpg

Last but not least: wir haben noch ein paar CeBIT-Tickets übrig - wer uns also vom 01.-05. März 2011 in Hannover besuchen möchte, sollte sich bitte einfach kurz melden. Freikarte kommt dann als eTicket per E-Mail. :-)

[NACHTRAG] Aufgrund der vielen Ticketanfragen: ja, eigentlich möchten wir gerne Leute einladen, die ein Interesse an LiveConfig haben. Alle anderen finden auf eBay auch sehr günstige Tickets. ;-)

Proudly presenting: LiveConfig®

Montag, den 14. Februar 2011

lc-productbox.pngJa, da ist es nun: das Ergebnis monatelanger Arbeit wird in zwei Wochen (am 01.03.2011) auf der CeBIT präsentiert - unsere Serververwaltungssoftware LiveConfig.

Vor über sechs Jahren habe ich mich im Rahmen meiner Studienarbeit quasi “akademisch” mit dem Thema Serververwaltung beschäftigt. Eine umfangreiche Analyse der verfügbaren Produkte brachte einige gemeinsame Schwachpunkte zu Tage, die bis dato offenbar noch niemand angegangen ist. Außerdem hatte ich so die Gelegenheit, mal völlig frei die “Wunsch-Software” zur Serververwaltung zu skizzieren. Erst 2008 habe ich den Entschluss gefasst, die Ideen von damals in einem kommerziellem Produkt umzusetzen. Spätestens die Teilnahme am Businessplan-Wettbewerb Nordbayern brachte so viel positives Feedback, dass wir Mitte 2009 mit der Entwicklung “from scratch” begonnen haben - weitere Vollzeit-Entwickler wurden eingestellt, Fördermittel beantragt, Kontakte geknüpft - und nun isses soweit.

Wir sind tatsächlich mit einem eigenen Stand (Reihe 9, Stand B20) auf der CeBIT 2011 in Hannover vertreten (was ich mir vor 15 Jahren als Schüler nie hätte träumen lassen ;-) ). Dort werden wir LiveConfig in aller Ausführlichkeit präsentieren und den ersten 1000 Interessenten auch eine kostenlose Business-Lizenz anbieten.

Was ist nun das Besondere an LiveConfig? Das auffälligste Merkmal dürfte sein, dass LiveConfig in C/C++ programmiert ist. Alles was für die SSL-geschützte Weboberfläche notwendig ist, ist fest integriert. Administratoren können so also beliebige Versionen von Perl oder PHP auf dem Server installieren, ohne das Control-Panel zu zerschießen. Von manchen anderen Lösungen werden auch regelmäßige Probleme mit PHP-Extensions (insbesondere IonCube Loader) berichtet - das kann es mit LiveConfig nicht geben.

Dabei ist der Code nicht komplett “geschlossen”: die kniffligen Aufgaben, also die tatsächliche Erzeugung der Konfigurationsdateien, werden mit Lua-Scripts erledigt. Lua ist eine sehr einfach erlernbare Sprache und die Scripte liegen im Quelltext vor - können also ohne Probleme an eigene, eventuell exotische Anforderungen angepasst werden.

Der zweite große Unterschied zu vielen anderen Lösungen ist, dass sich LiveConfig minimal-invasiv verhält. Konkret bedeutet das, dass LiveConfig die jeweils eingesetzte Linux-Distribution automatisch erkennt und die von dieser bereitgestellten Softwarepakete konfiguriert. Wer mit LiveConfig etwa einen Webserver verwaltet, bekommt also nicht von uns irgendwelche “eigenen” Apache- und PHP-Pakete aufgedrückt, bei denen er dann bei Updates erstmal warten muss. Im Gegenteil - wir passen uns sogar der Konfigurationsstruktur der jeweiligen Distribution an. Das heißt bei Debian beispielsweise, dass wir unsere vHosts auch in /etc/apache2/sites-available/ anlegen und mit “a2ensite” aktivieren. Das geht so weit, dass man LiveConfig rückstandslos wieder vom Server deinstallieren könnte und alle Dienste im zuletzt konfigurierten Zustand weiter laufen würden.

Meiner Meinung nach hat es normalerweise seinen Grund, warum sich jemand für oder gegen eine bestimmte Distribution entscheidet - seien es persönliche Kenntnisse, Fortbildungen oder unternehmensinterne Richtlinien. Und LiveConfig orientiert sich eben möglichst an den Bedürfnissen des Administrators.

Das Ganze hat natürlich seinen Preis - wir brauchen hier im Team verschiedene Spezialisten für die einzelnen Distributionen, aber das bekommt man gut in den Griff. Nicht zuletzt haben wir eine echt coole Testplattform auf Xen-Basis aufgebaut, in der jede Nacht für alle von uns ausdrücklich unterstützten Distributionen die Software komplett compiliert, installiert, getestet und wieder deinstalliert wird. Sollte mal ein Bug auftauchen (nobody’s perfect), dann können wir über die Testplattform sicherstellen, dass dieser dauerhaft beseitigt ist.

So - genug getextet. Wer Interesse hat, den lade ich herzlich auf die Website http://www.liveconfig.com ein. Die Download-, Demo- und Shop-Seite schalten wir erst zur CeBIT frei - bis dahin wird noch etwas poliert und die letzten Feedbacks unserer heimlichen Betatester berücksichtigt. Diskussionen zu LiveConfig sowie jegliche Fragen dazu sollten am besten direkt im LiveConfig-Forum erfolgen (daher schließe ich auch die Kommentare zu diesem Blog-Beitrag).

Die Ruhe vor dem Sturm

Freitag, den 11. Februar 2011

Nicht das es hier im Büro derzeit besonders ruhig wäre - aber ab nächster Woche geht’s so richtig rund. In den letzten Wochen sind hier knapp zwei Zentner Druckerzeugnisse eingetroffen, die zum Teil ab Montag versendet werden. Ich hoffe, dass ich dazu kommen werde, das eine oder andere Foto davon zu bloggen.

Jedenfalls wird es am Montag einen Blog-Beitrag geben, der alles Weitere erklären wird. :-)

Vorerst keine SEPA-Lastschriften

Donnerstag, den 10. Februar 2011

Ich habe seit vielen Monaten gespannt das Thema “SEPA-Lastschriften” verfolgt. Von der Idee her eine tolle Sache - so könnten wir beispielsweise die monatlichen Rechnungsbeträge auch von unseren Kunden in Spanien, Frankreich usw. per Lastschrift einziehen. Theoretisch.

Inzwischen liegen mir die Verträge unserer Hausbank für SEPA-Lastschriften vor, und nach einem längeren Gespräch habe ich nun entschieden, dass wir vorerst keine SEPA(-Basis)-Lastschriften anbieten werden.

Unsere Kunden in Deutschland werden wir nach wie vor über “normale” Lastschriften abrechnen, da wir zum einen für SEPA-Lastschriften erneut eine Unterschrift jedes Kunden benötigen würden (das sogenannte “SEPA-Mandat”). Zum anderen würden Rücklastschriften künftig alleine 15 Euro Bankgebühren (!) verursachen - das möchten wir unseren Kunden nicht antun.

Auch bei ausländischen Kunden lohnt sich das für uns nicht wirklich: das Risiko, bei Bestellungen mit gefälschten Identitäten auf diesen horrenden Gebühren sitzen zu bleiben, ist einfach zu hoch. In Österreich und der Schweiz haben wir jeweils Konten vor Ort (um den dortigen Kunden eine einfache Zahlung zu ermöglichen). Und die wenigen Kunden aus dem “entfernteren” Ausland zahlen eben per kostengünstiger und risikofreier SEPA-Überweisung.

Der ganze formale Aufwand (Fax/Brief mit Unterschrift auf europaweit einheitlich genormten Floskeln), die hohen Gebühren und nicht zuletzt das relativ große Risiko bei Auslandslastschriften (ohne vorherige, umfangreiche Identifizierung) machen SEPA-Lastschriften für uns absolut uninteressant.

Für B2B-Geschäfte mag die SEPA-Firmen-Lastschrift vielleicht eine ganz nette Sache sein. Für eCommerce ist die SEPA-Lastschrift meiner Meinung nach völlig ungeeignet. Bei Kreditkartenzahlungen existieren immerhin viele Schutzmechanismen für “Fraud Prevention”. Wie sollen wir aber beispielsweise bei einer Bestellung aus Rumänien prüfen, ob das zugesendete SEPA-Mandat nicht gefälscht ist? (das ist nur als Beispiel gemeint, nicht als Unterstellung!) Solche Lastschriften könnten dann auch nach 13 Monaten noch zurückgegeben werden - man kann sich schnell ausrechnen, welcher Schaden entsteht, wenn ein Jahresumsatz plus 12x 15,- EUR Rücklastgebühren hier aufschlagen.
Ich bin ja mal gespannt wie sich das weiter entwickelt. Es ist ja geplant, bis 2014 nationale Lastschriftverfahren komplett “abzuschaffen” und durch SEPA-Lastschriften zu ersetzen. Für Otto Normalverbraucher bedeutet das allerdings keine wirkliche Kostenersparnis, weil die saftigen Bankgebühren sowie eventuelle Umlagen gegen Zahlungsausfälle auf die Endkundenpreise aufgeschlagen werden müssen.

Gewinner sind am Ende wieder die Banken. Kein Risiko, weniger EDV-Aufwand, höhere Gebühren. Prima.

Home Office

Sonntag, den 6. Februar 2011

Irgendwie fällt es mir schwer, am Wochenende zu Hause mal zu arbeiten. Wenn nicht gerade unser Nachwuchs herumgluckst und spielen will, erwartet dafür das “Raubtier” seine Streicheleinheiten. Auch am Schreibtisch.

home-office.jpg

Die Ablenkung ist aber auch irgendwie schön :-)