Archiv der Kategorie 'Papierkram'

Vorausverfügungen ab 01.07.2010

Montag, den 28. Juni 2010

Zum 01.07.2010 gibt es Änderungen bezüglich der Vorausverfügungen bei der Deutschen Post. Zukünftig wird der Vermerk “Wenn unzustellbar, zurück!” ignoriert - unzustellbare Briefe werden vernichtet und ggf. eine Anschriftenberichtigungskarte ausgestellt.
Das ist für uns ziemlich unpraktisch. Zur Überprüfung der Kundendaten versenden wir die Zugangsdaten aus Prinzip nur per Post. Die Vorstellung, dass unzustellbare Briefe dann auf nicht näher definiertem Weg “vernichtet” werden, sagt mir nicht wirklich zu. Aus diesem Grund steigen wir nun auf das neue Produkt PremiumAdress um, damit wir nicht zustellbare Briefsendungen zurück erhalten und gemäß unserer Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen selbst vernichten können.

Hierfür muss nun wieder ein gesonderter Vertrag mit der Post geschlossen werden. Nur gut, dass wir fast nichts Besseres zu tun haben… ;-)

Bürokratieaufbau

Mittwoch, den 26. Mai 2010

Unser Impressum wurde um eine weitere Pflichtangabe nach §2 Abs. 1 Satz 11 der neuen Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung (DL-InfoV) erweitert - und zwar um den Hinweis auf die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die einzige Anmerkung der Plenardiskussion zu dieser Verordnung - von der bayerischen Wirtschaftsministerin Emilia Müller:

Bayern stimmt der Verordnung unter größten Bedenken zu, weil es sich um eine zwingend erforderliche Umsetzung von EU-Recht im Verhältnis 1:1 handelt. Der Freistaat Bayern hält es jedoch für dringend geboten, das Ziel des Bürokratieabbaus und der Deregulierung zukünftig auf nationaler und auf EU-Ebene verstärkt zu beachten und auf solche zusätzlichen Belastungen unbedingt zu verzichten. (Quelle)

Taten statt Worte wären mir lieber. Auch eine Zustimmung unter Protest ist noch immer eine Zustimmung.
A propos… was treibt Herr Stoiber eigentlich derzeit so?

[UPDATE] Kaum drin, wieder raus: der Hinweis wurde wieder entfernt - eine kurze Rücksprache mit dem Anwalt hat ergeben, dass ich der beliebten Verwechslung von Betriebs- und Berufs-Haftpflicht erlegen bin. Also keine Pflichtangabe bei uns. Trotzdem Bürokratie.

Den Spieß umdrehen…

Dienstag, den 25. Mai 2010

Ein Domainlieferant von uns (bei dem wir noch ein paar “Altlasten” liegen haben) hat die Angewohnheit, jeden Monat automatisch eine E-Mail an uns zu schicken, in welcher wir gebeten werden zu prüfen ob unsere hinterlegte Adresse noch korrekt ist.

Mehrere freundliche Hinweise von mir, dass diese E-Mail überflüssig, zeitraubend und inzwischen nervtötend ist, haben nach wie vor zu keiner Änderung der Situation geführt. Immerhin werden inzwischen unsere hinterlegten Kontaktdaten in der E-Mail aufgelistet - früher wurde man gebeten sich doch bitte jedes Mal im Verwaltungsfrontend anzumelden.

Ich habe jedenfalls eben beschlossen, dass wir nun mit der selben Frequenz den besagten Anbieter anschreiben, um ebenfalls die bei uns hinterlegten Kontaktdaten prüfen zu lassen. :twisted:

Sollte sich unsere Adresse oder Firmierung ändern, dann würden wir das selbstverständlich allen Kunden und Lieferanten mitteilen. Und wäre ich an der Stelle dieses Lieferanten, und ein Kunde würde mich bitten ihn nicht mit diesen Mails zu belästigen, dann würde ich in unserem System entsprechende Ausnahmeregelungen definieren…

Preisangabe bei 0180-Nummern

Dienstag, den 2. März 2010

Nur zur Info: seit gestern gelten neue Vorschriften bzgl. der Preisangabe bei 0180-Nummern (siehe Bundesnetzagentur).

14 ct./min aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend -> Festnetz 14 ct./min, Mobilfunk max. 42 ct./min

Laufende Verfahren

Donnerstag, den 26. November 2009

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einen (Akten-)Ordner “Laufende Verfahren” anlegen muss. :-(

Die Zahl unserer insolventen oder “akut zahlungsunwilligen” Kunden hält sich zum Glück stark in Grenzen - was vielleicht auch daran liegt, dass wir eine andere Kundengruppe adressieren als manche Mitbewerber im “Niedrigpreis-Segment”. Trotzdem ist der ganze Papierkram nicht zu unterschätzen.

Außerdem werde ich mal das Thema “digitale Dokumentenablage” angehen. Damit wir neben den Auftragsformularen zukünftig auch die Schreiben der Gerichte digital beim Kundendatensatz griffbereit haben. Hierfür muss aber erst die Zugriffsverwaltung angepasst werden, da auch nicht jeder Supporter alle Informationen sehen können muss/darf. Datenschutz gilt eben auch intern.

Political incorrect

Freitag, den 20. November 2009

Anlässlich des 2000jahrigen [ZYNIK] Jubiläums [/ZYNIK] der Varusschlacht (a.k.a. “Schlacht vom Teutoburger Wald”) gibt es offenbar eine Briefmarke.

Aufgefallen ist mir das eben nur, weil diese Briefmarke ausgerechnet auf dem Schreiben eines katholischen Kinderhorts klebte… ;-)

Aber gut - damals gab’s ja irgendwie noch keine katholische Kirche. ;-)

varusschlacht.jpg

De-Automatisierung

Dienstag, den 8. September 2009

Wir haben unser Abrechnungssystem eigentlich ziemlich gut automatisiert. Ein kleines Tool holt per HBCI die Kontoauszüge ab, verarbeitet die einzelnen Buchungen und gleicht diese mit der Offenen-Posten-Liste ab.

Nun haben wir seit Kurzem einen neuen Kunden - relativ groß, und international. Und dieser Kunde bricht jegliche Automatisierung. Die Überweisung trägt einen Kontoinhaber, der nichts (direkt) mit dem Namen unseres Kunden zu tun hat. Als Verwendungszweck ist weder eine Kunden-, Auftrags- oder Rechnungsnummer angegeben, sondern lediglich der Hinweis: “SIEHE AVIS”.

Und das Avis ist der Hammer: eine E-Mail ohne Text, nur eine Word-Datei (!) als Attachment (mit kryptischem Namen) und als Subject tatsächlich: “PAYMENT NOTIFICATION”.

Das ist deren voller Ernst. Normalerweise sortiere ich sowas ohne mit der Wimper zu zucken als Spam aus. Ich befürchte, dass hinter deren Buchungssystem aber irgend so eine riesige Dinosaurier-Anwendung steht, und jeglicher gut gemeine Hinweis abprallen wird. Gemäß dem Motto: “der Größere diktiert die Spielregeln”.

Verloren gegangen…

Montag, den 27. Juli 2009

Vor ein paar Wochen haben wir einen sündhaft teuren 16-Port KVM-over-IP-Switch (für 8 gleichzeitige IP-User) zwecks Austausch an den Hersteller zurückschicken wollen (das Gerät hat sich dauernd resettet). Von z.B. APC bin ich es ja gewohnt, dass UPS das Vorab-Austauschgerät vorbei bringt und das alte Gerät danach abholt. Beim Hersteller des KVM-Switches (der führende Hersteller in diesem Segment…) muss man seine Sachen aber selber wegschicken - und das ausgerechnet nach Irland.

Nicht nur, dass unsere kleine Postfiliale damit offenbar gnadenlos überfordert war (darüber will ich nochmal gesondert bloggern), nein - nun ist das Teil scheinbar verloren gegangen. :grr:

Das Paket wurde extra als Premium-Paket (Luftpost) losgesendet, und sollte nach drei Tagen da sein. Theoretisch. In der Praxis haben wir es am 10.07. aufgegeben, und die erste (und einzige) Statusänderung im Online-Tracking ist vom 15.07. - “auf dem Weg ins Ziel-Land”.

Ich bin ja mal gespannt, was nun beim Nachforschungs-Auftrag heraus kommt, und wie (bzw. wie [un]kompliziert) die Regulierung abläuft. Wir haben zum Glück zumindest nicht an der Transportversicherung gespart.