Archiv der Kategorie 'Papierkram'

SEPA

Dienstag, den 1. Oktober 2013

So, die erste Hälfte unserer Umstellung auf SEPA ist geschafft: heute gingen unsere ersten selbst erzeugten SEPA-Überweisungen heraus. Dabei handelt es sich um etwas komplexere Nachrichten (Gehaltszahlungen, VL-Beiträge, normale Zahlungen). Hat scheinbar reibungslos geklappt. :)

Nun geht’s an den nächsten Schritt: SEPA-Lastschriften. Die dazu notwendige Mandatsverwaltung usw. haben wir bereits implementiert, jetzt müssen “nur” noch die Kunden informiert werden (Prenotification).

Wir machen das übrigens mit einer eigenen Software, die in Kürze auch kommerziell erhältlich sein wird. Details folgen.

Abweichende Rechnungsanschrift

Montag, den 27. August 2012

Wir haben einen Kunden in der Stadt A. Die Rechnungen werden von der Buchhaltung in der Stadt B bearbeitet. Nun wurde die gute Firma aufgekauft, von einem Unternehmen im Ausland (C). Von den letzten vier Rechnungen haben wir nun bereits drei mal die Anschrift geändert - und hier geht es nicht um großartige Umsätze, sondern nur ein paar Domainregistrierungen.

Heute kam die zuletzt gestellte (und schon seit einigen Wochen überfällige) Rechnung wieder mit dem Wunsch einer Adressänderung zurück - aber diesmal hat sich die zuständige Buchhalterin des Kunden selbst übertroffen: wir mögen die Rechnungen künftig bitte an eine von der Rechnungsanschrift abweichende Rechnungsadresse schicken. Adressiert also an “B”, ausgestellt aber an “C”. Und damit wir alles richtig machen, wurde sogar ein Entwurf für ein Deckblatt angefertigt und mitgesendet.
Bei aller Flexibilität und Liebe zum Service - das geht dann echt zu weit. Wenn der Kunde die Rechnungen woanders als an der Empfängeradresse bearbeitet, möge er bitte seine Hauspost bemühen. Und mit einer solchen Formulierung haben wir die Rechnung heute auch wieder zurückgesendet.

Abenteuer Zollnummer

Mittwoch, den 4. Mai 2011

Ich hatte eben 12 (!) Tabs im Browser geöffnet, nur um mir alle Informationen zusammen zu suchen, die man benötigt um eine Zollnummer zu beantragen. Daraus könnte man glatt ein Adventure-Spiel machen.

Am besten hat mir dieser Ausfüllhinweis gefallen:

zoll.gif

Historische Post

Donnerstag, den 27. Januar 2011

Heute (27.01.2011) haben wir historische Post erhalten: zwei Rückläufer, vom 03.06.2009 (!) und vom 19.06.2009 (!). Die Briefe waren somit stolze eineinhalb Jahre unterwegs. Von Erlangen nach München - und zurück.
img_5233_historischepost.jpg

Wo waren die Briefe nun die ganze Zeit? Sind die aus der Sortieranlage gerutscht und wurden erst vom Putzdienst wiederentdeckt? Oder haben die sich im Keller eines unzuverlässigen Zustellers gestapelt?

Schizophren

Dienstag, den 21. September 2010

Als geschäftsführender Gesellschafter bin ich es ja gewohnt, öfter mal Verträge mit mir selbst zu schließen. Heute habe ich bei mir Elternzeit beantragt, diesem Antrag zugestimmt, und mir gleich noch bescheinigt, dass ich während der Elternzeit keine Bezüge durch die GmbH erhalten werde. Für den Dienstwagen wird mir die GmbH während der Elternzeit eine Rechnung stellen.

Ganz schön schizophren. Gut, dass mein Steuerberater so optimistisch ist. :-)

Vorausverfügungen ab 01.07.2010

Montag, den 28. Juni 2010

Zum 01.07.2010 gibt es Änderungen bezüglich der Vorausverfügungen bei der Deutschen Post. Zukünftig wird der Vermerk “Wenn unzustellbar, zurück!” ignoriert - unzustellbare Briefe werden vernichtet und ggf. eine Anschriftenberichtigungskarte ausgestellt.
Das ist für uns ziemlich unpraktisch. Zur Überprüfung der Kundendaten versenden wir die Zugangsdaten aus Prinzip nur per Post. Die Vorstellung, dass unzustellbare Briefe dann auf nicht näher definiertem Weg “vernichtet” werden, sagt mir nicht wirklich zu. Aus diesem Grund steigen wir nun auf das neue Produkt PremiumAdress um, damit wir nicht zustellbare Briefsendungen zurück erhalten und gemäß unserer Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen selbst vernichten können.

Hierfür muss nun wieder ein gesonderter Vertrag mit der Post geschlossen werden. Nur gut, dass wir fast nichts Besseres zu tun haben… ;-)

Bürokratieaufbau

Mittwoch, den 26. Mai 2010

Unser Impressum wurde um eine weitere Pflichtangabe nach §2 Abs. 1 Satz 11 der neuen Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung (DL-InfoV) erweitert - und zwar um den Hinweis auf die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die einzige Anmerkung der Plenardiskussion zu dieser Verordnung - von der bayerischen Wirtschaftsministerin Emilia Müller:

Bayern stimmt der Verordnung unter größten Bedenken zu, weil es sich um eine zwingend erforderliche Umsetzung von EU-Recht im Verhältnis 1:1 handelt. Der Freistaat Bayern hält es jedoch für dringend geboten, das Ziel des Bürokratieabbaus und der Deregulierung zukünftig auf nationaler und auf EU-Ebene verstärkt zu beachten und auf solche zusätzlichen Belastungen unbedingt zu verzichten. (Quelle)

Taten statt Worte wären mir lieber. Auch eine Zustimmung unter Protest ist noch immer eine Zustimmung.
A propos… was treibt Herr Stoiber eigentlich derzeit so?

[UPDATE] Kaum drin, wieder raus: der Hinweis wurde wieder entfernt - eine kurze Rücksprache mit dem Anwalt hat ergeben, dass ich der beliebten Verwechslung von Betriebs- und Berufs-Haftpflicht erlegen bin. Also keine Pflichtangabe bei uns. Trotzdem Bürokratie.

Den Spieß umdrehen…

Dienstag, den 25. Mai 2010

Ein Domainlieferant von uns (bei dem wir noch ein paar “Altlasten” liegen haben) hat die Angewohnheit, jeden Monat automatisch eine E-Mail an uns zu schicken, in welcher wir gebeten werden zu prüfen ob unsere hinterlegte Adresse noch korrekt ist.

Mehrere freundliche Hinweise von mir, dass diese E-Mail überflüssig, zeitraubend und inzwischen nervtötend ist, haben nach wie vor zu keiner Änderung der Situation geführt. Immerhin werden inzwischen unsere hinterlegten Kontaktdaten in der E-Mail aufgelistet - früher wurde man gebeten sich doch bitte jedes Mal im Verwaltungsfrontend anzumelden.

Ich habe jedenfalls eben beschlossen, dass wir nun mit der selben Frequenz den besagten Anbieter anschreiben, um ebenfalls die bei uns hinterlegten Kontaktdaten prüfen zu lassen. :twisted:

Sollte sich unsere Adresse oder Firmierung ändern, dann würden wir das selbstverständlich allen Kunden und Lieferanten mitteilen. Und wäre ich an der Stelle dieses Lieferanten, und ein Kunde würde mich bitten ihn nicht mit diesen Mails zu belästigen, dann würde ich in unserem System entsprechende Ausnahmeregelungen definieren…