Archiv der Kategorie 'Allgemein'

E-Mail-Disclaimer (II)

Montag, den 15. März 2010

Ich halte ja nichts von diesen E-Mail-Disclaimern.

Zumal diese in der Praxis offenbar auch keine Wirkung haben. Eben erst wieder habe ich im Rahmen einer Rückfrage den mit Fullquotes aufgeblähten Mailverkehr eines Kunden mit einem seiner Geschäftspartner erhalten - mit vielen Details, die mich sicher nichts angingen. Und unter jeder gequoteten Mail stand:

Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese Email. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser E-Mail ist nicht gestattet.

:wand:

Antarktis-Support

Montag, den 15. Februar 2010

Eben hat ein Kunde mit einer recht ungewöhnlichen Ländervorwahl und einem deutlichen oberbayerischen Akzent angerufen - er hat Probleme mit dem Versand von E-Mails. Ach ja, und er befindet sich gerade in der Antarktis. 8-)

Wahrscheinlich ein klassischer Fall einer Port-25-Blockade des ISPs - in diesem Fall reicht es häufig, die Verbindung zum SMTP-Server über den Submission-Port 587 (statt 25) aufzubauen - oder gleich per SSL an Port 465.

Abmahnung per E-Mail

Mittwoch, den 3. Februar 2010

Für jeden Mist kann man heutzutage Sachverständige hinzu ziehen.

Die Entscheidung, dass man bei E-Mails grundsätzlich davon ausgehen kann, dass diese beim Empfänger ankommen, und daher auch Abmahnungen rechtsgültig per E-Mail zustellbar sind, haben die verantwortlichen Richter aber offenbar selbständig fällen können:

http://www.gulli.com/news/lg-hamburg-abmahnung-per-e-mail-zul-ssig-2010-02-03

Ein weiteres Beispiel für den Dunning-Kruger-Effekt?

Ich hoffe aber mal, dass dieses Urteil keine Vorbildfunktion haben wird - wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit (und kompetenterer Anwälte ;-) ) das Bild der “per se zustellbaren” E-Mail zu zerstören.

Jeder, der heutzutage größere Mailserver-Umgebungen betreibt, ist eher überrascht, dass das System “E-Mail” überhaupt noch funktioniert - in Anbetracht der Unmengen von Spam, DoS-Attacken, nicht standardkonformen MTAs und MUAs, zeitweise überforderten Empfänger-Servern, vorübergehend unbemerkten Konfigurationsfehlern, falsch eingestellten Spamfiltern, Fehlalarmen bei Virenscannern, und so weiter…

Großer Callcenter-Tag

Donnerstag, den 28. Januar 2010

Ist heute vielleicht so eine Art “Tag des Callcenters”?

Alleine bis jetzt hatte ich schon irgendwelche dubiosen Vertriebler von Vodafone, Telekom und irgendeinem Inkasso-Anbieter am Telefon.

Die Dame von Vodafone wurde gleich in unsere spezielle Warteschleife durchgestellt, und die von der Telekom hat ziemlich unverschämt von sich aus aufgelegt als ich ihr erklärt habe, dass wir hier einen riesigen Gebäudeanschluss nutzen und nunmal keinen Bedarf für ein “Call&Surf” haben… :grr:

Weihnachtsfeier

Dienstag, den 15. Dezember 2009

Letzten Freitag war übrigens unsere Firmen-Weihnachtsfeier. Entschieden haben wir uns für das Arabesque - ein ägyptisches Restaurant in der Erlanger Innenstadt.
Was soll ich sagen: das Essen war fantastisch: Knoblauchcréme, die zu 100% aus reinem Knoblauch bestand :-) , Tintenfisch der unglaublich zart war (nicht so ein Silikon-Zeug das man woanders oft bekommt), Lamm-Spieße vom Grill, und so weiter…

Das Buffet schaut übrigens auch “in echt” so aus wie auf den Bildern auf der Website - auch die aufwendige Dekoration bei den Vorspeisen!

Eine Märchenerzählerin hat zwischen den einzelnen Gängen dann “Märchen aus 1001 Nacht” erzählt (wenn auch mit einem etwas fränkischen Dialekt ;-) ). Das gesamte Ambiente dort war (wie immer) einfach toll.

Rundum ein wunderbarer Abend. :-)

E-Mail-Disclaimer

Donnerstag, den 26. November 2009

Es scheint irgendwie in Mode zu kommen, neben meterlangen Signaturen nun auch noch den fast obligatorischen Disclaimer unter E-Mails zu klatschen:

Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese Mail. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser Mail sind nicht gestattet.

This e-mail may contain confidential and/or privileged information. If you are not the intended recipient (or have received this e-mail in error) please notify the sender immediately and destroy this e-mail. Any unauthorised copying, disclosure or distribution of the material in this e-mail is strictly forbidden.

In der aktuellen ix (12/2009) ist ein recht netter Artikel zum Thema “Web-Mythen”, in dem auch diese sinnbefreiten Warnhinweise bedacht werden.

An alle Leserinnen und Leser: bitte überprüft mal, ob ihr auch so etwas unter euren E-Mails stehen habt. Falls ja, bitte entfernen. Das spart viele Bytes in der Übertragung und der Speicherung, was wiederum Kosten spart und die Umwelt schont.

Callcenter-Teergrubing

Mittwoch, den 21. Oktober 2009

Da die telefonische Kaltakquise bei Privatkunden in Deutschland verboten ist, weichen die entsprechenden Anbieter zunehmend auf Unternehmen aus. So erhält man als Geschäftsführer natürlich “ganz spezielle” Angebote: für private Krankenversicherungen, Toner, Zeitschriften-Abos, Telefonanbieter, und so weiter.

Weil mir das zunehmend auf den Zeiger geht (“Kann ich bitte mal den Geschäftsführer sprechen? Ja, wir haben da ein ganz spezielles Angebot nur für Geschäftsführer…”), habe ich nun das “Callcenter-Teergrubing” (Layer-8-Tarpitting) eingeführt. :mrgreen:

Anrufe mit “speziellen Angeboten” leite ich dann mit den Worten “Klar, einen Moment, ich verbinde Sie…” an eine ebenso spezielle interne Nebenstelle weiter. Je nach Gemütslage habe ich dort verschiedene endlose Warteschleifen im Angebot. :twisted: (natürlich GEMA-frei)

SSL-Zertifikat abgelaufen

Montag, den 28. September 2009

Es kann ja durchaus mal vorkommen, dass man vergisst ein SSL-Zertifikat auszutauschen (oder nach dem Austausch den Webserver neu zu starten). Soll zwar nicht passieren, aber wir sind auch alle nur Menschen.

Für solche Zwecke gibt’s übrigens ein ganz praktisches Nagios-Plugin: check_http - mit der Option “-C” kann man damit auch die Restlaufzeit von SSL-Zertifikaten überwachen.

Offenbar hat die Raiffeisenbank sowas nicht im Einsatz:

vr-networld-ssl.gif

Für eine Bank ist das eigentlich ziemlich peinlich… vielleicht gab es irgendwelche Probleme mit der Verlängerung des EV-SSL-Zertifikats.

[UPDATE 30.09.2009 12:45] Eben erhielt ich einen Rückruf von der zuständigen Abteilung dort. Ohne näher darauf einzugehen wurde bestätigt, dass das Zertifikat abgelaufen ist, und man mir per E-Mail eine neue URL schickt, die für HBCI genutzt werden kann…